







1 Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2 Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, 4 die klugen aber nahmen mit ihren Lampen noch Öl in Krügen mit. 5 Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. 6 Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf: Siehe, der Bräutigam! Geht ihm entgegen! 7 Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. 8 Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus! 9 Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es nicht für uns und für euch; geht lieber zu den Händlern und kauft es euch! 10 Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen, kam der Bräutigam. Die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. 11 Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! 12 Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13 Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
«Ubi Caritas» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir die Szene vor, in der die Frauen warten, ausharren. Eine Sehnsucht hat sie hierhergeführt, vielleicht auch eine innere Unruhe, eine tiefere Frage, eine Not, ein Wunsch nach mehr. Ich stelle mir vor, wie sie jetzt vor verschlossenen Türen beieinandersitzen, redselig zunächst, dann immer schweigsamer, wie es dunkel wird und irgendwann die Lider schwer. Wie Erschöpfung einbricht. Und dann, durchbricht eine Stimme die Stille der Nacht: “Seht, er kommt!”
(Reflexionsfrage 1)
Was treibt mich weiter, Gott entgegen. Welche Sehnsucht, Unruhe, welche Frage, welche Not.
(Reflexionsfrage 2)
Was ist mein Vorrat an Öl für meine Lampe – dann, wenn Gottes Antwort auf sich warten lässt und ich hoffend, glaubend ausharre. Was sind meine Ressourcen, die mitten in der Müdigkeit, mitten in der Nacht, mir den Weg leuchten.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Bild der Frauen, die “ihre Lampen zurechtmachen” - die nicht nur mit der Glückseligkeit, sondern mit dem ganzen Leben rechnen.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.