





6 Es geschah an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. 7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. 8 Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin. 9 Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? 10 Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt. 11 Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
«Christe Lux Mundi» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 3» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Es ist Sabbat. In der Synagoge sitzen die Menschen dicht gedrängt. Es riecht nach altem Holz. Auch ein feiner Duft von Gewürzen liegt in der Luft. Vorn lehrt Jesus. In einer Ecke steht ein Mann, der seine rechte Hand am liebsten verstecken würde, weil sie verkrümmt und unbrauchbar ist. Er ist es gewohnt, dass Blicke an ihr hängen bleiben. Andere im Raum beobachten weniger ihn als Jesus – lauernd, mit verschränkten Armen, auf der Suche nach einem Vorwand, um ihn anzugreifen. Die Stimmung ist gespannt, jeder spürt, dass gleich etwas geschehen wird. Ich lehne mich an die Wand und achte darauf, wem meine Aufmerksamkeit zuerst gilt.
(Reflexionsfrage 1)
Wo tue ich das Gute zögerlicher, weil ich fürchte, dass andere kritisch zusehen?
(Reflexionsfrage 2)
Gibt es etwas an mir, das ich am liebsten verstecken würde? Was würde sich ändern, wenn ich mich damit jemandem anvertrauen dürfte?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Moment, in dem Jesus den Mann auffordert, seine Hand auszustrecken.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.