







1 Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. 2 Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. 3 Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. 4 Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. 5 Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. 6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? 7 Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! 8 Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! 9 Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. 10 Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar. 11 Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn 12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen. 13 Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? 14 Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. 15 Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? 16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Vor meinem inneren Auge werden die Worte aus dem Gleichnis Jesu lebendig. Ich finde mich wieder in der Gruppe von Tagelöhnern, die nach und nach für die Arbeit im Weinberg angeworben wurden. Ich stelle mir die Kleidung der Arbeiter vor, vielleicht die Werkzeuge, die sie für die Arbeit verwendeten. Und ich achte auf ihre Hände und Füße, die von der schweren Arbeit gezeichnet sind; ihre vom Wetter gegerbten Gesichter. Und an ihrem Gang und ihren Bewegungen wird klar: Die einen sind erschöpft von der Arbeit im Weinberg, die anderen sind noch nicht müde, da sie nur eine Stunde arbeiten konnten. Und doch stehen alle in derselben Reihe, als es um den Lohn am Ende des Tages geht.
(Reflexionsfrage 1)
Wie wäre mein Gefühl, wenn ich gleich viel erhielte, wie diejenigen, die länger gearbeitet haben als ich?
(Reflexionsfrage 2)
Welches Gefühl empfinde ich, wenn ich zur Gruppe gehöre, die den ganzen Tag geschuftet hat?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Erwiderung des Gutsherrn, als die Tagelöhner über ihn murren.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.