







9 Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. 10 Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. 11 Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? 12 Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. 13 Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
«Laudate omnes gentes» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 1» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir einen reich gedeckten Tisch in einem Atriumhaus vor. Mehrere Dutzend Frauen und Männer haben sich um die große Tafel versammelt, die miteinander essen und trinken. Es scheint eine fröhliche Atmosphäre. Neben Jesus und seinen Jüngern sind da auch viele Menschen, die ich zum ersten Mal sehe. Jemand neben mir raunt: “Das sind Zöllner und Sünder.” Ich achte auf ihre Kleidung, ihren Schmuck, ihre Gesten und Sprechweisen. Die Stimmung bleibt fröhlich, aber ein paar Männer in Kleidung der Pharisäer machen ihrem Unmut über die Anwesenheit von Zöllnern und Sündern immer mehr Luft. Und sowohl die Betroffenen als auch Jesus bekommen es mit. Die Stimmung kippt, die fröhlichen Gespräche verstummen. Und die Frage steht im Raum: “Wie konnte euer Meister mit denen da essen?”
(Reflexionsfrage 1)
Wie wäre die Situation für mich, wenn ich auf der Seite der Zöllner und Sünder stehen würde?
(Reflexionsfrage 2)
Kenne ich das Verlangen, andere schief anzusehen oder zu verurteilen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Erwiderung Jesu an die Pharisäer.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.