







46 Unter ihnen kam der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte sei. 47 Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich 48 und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß.
49 Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt. 50 Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.
«Venite exultemus» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Die Jünger reden miteinander – erst leise, dann immer lebhafter. Es beschäftigt sie die Frage, wer von ihnen der Größte sei. Ich spüre die Spannung, die in der Gruppe liegt: Jeder möchte wichtig sein, anerkannt werden, vielleicht näher bei Jesus stehen als die anderen.
Jesus spürt den Streit in ihren Herzen. Er sagt zunächst nichts, sondern wendet sich einem kleinen Kind zu und stellt es neben sich. Ich sehe das Kind vor mir, auf einmal wird es ringsum still, das Kind lächelt Jesus an – und Jesus lächelt zurück und legt die Hand auf seine Schulter.
(Reflexionsfrage 1)
Die Jünger wollen groß und wichtig sein. Was bedeutet für mich „groß sein“?
Wonach sehne ich mich: nach Anerkennung, Erfolg, Aufmerksamkeit?
Kann ich mit Jesus über meine Sehnsucht ins Gespräch kommen?
(Reflexionsfrage 2)
„Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf…“ - Jesus macht deutlich: Wer offen ist für die Kleinen und Unscheinbaren, der ist Gott nahe. Später sagt er noch: „Wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.“
Wo erlebe ich Konkurrenz, Sich-Vergleichen oder Ausgrenzung – vielleicht auch in meinem Alltag?
Was könnte ich von diesem Kind lernen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Kind und wie die Jünger nachdenklich werden.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.