







47 Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. 48 Natanaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. 49 Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! 50 Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch Größeres als dieses sehen. 51 Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.
«Veni Sancte Spiritus» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Instrumental 3» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich sehe Natanaël auf Jesus zugehen. Die Sonne fällt warm durch die Zweige eines Feigenbaums. Auch einige Jünger sind gespannt, was geschehen wird. Jesus blickt Natanaël an – aufmerksam, wertschätzend. Noch bevor Natanaël etwas sagt, spricht Jesus ihn an: „Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist.“
Ich spüre die Überraschung Natanaëls: Woher kennt Jesus mich? Woher weiß er so etwas von mir? Ich stelle mir Jesus vor und die Art und Weise, wie er Natanaël ansieht, wie er mit ihm spricht…
(Reflexionsfrage 1)
Bei welchen Menschen erlebe ich solch ein „Kennen“, eine Wertschätzung, einen Vorschuss an Vertrauen?
Und welche Wirkung hat eine solch aufbauende Begegnung auf mich?
(Reflexionsfrage 2)
Wie ist das für mich, wenn ich mir vorstelle: Jesus sieht auch mich – mit allem, was mich ausmacht?
So wie Jesus den Natanael anspricht: Welchen wertschätzenden Satz würde Jesus zu mir sagen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, wie Jesus Menschen anblickt und anspricht - und ihnen eine neue Sicht auf ihr Leben eröffnet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.