







57 Als sie auf dem Weg weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. 58 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst weggehen und meinen Vater begraben! 60 Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind. 62 Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.
«Venite exultemus» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ich sehe Jesus, wie er unterwegs ist nach Jerusalem. Tag für Tag zieht er weiter – er hat keine feste Bleibe und keinen „Ort“, wo er sein Haupt hinlegen kann. Er will offen sein auf Gott hin, auf seinen Vater ausgerichtet sein. Ich sehe auch andere Menschen, die Jesus begegnen und die den Wunsch haben, mit ihm mitzugehen.
Ich höre, was sie zu Jesus sagen, ich spüre, wie sie ihre Sehnsucht ausdrücken, zu Jesus gehören zu wollen…
(Reflexionsfrage 1)
Ich spüre dieser Freiheit nach, die mir von Jesus her entgegenkommt, dem „Geschmack“ dieser Freiheit…
Eine Freiheit, alles zu lassen, was ich nicht brauche,
eine Freiheit, die Toten ihre Toten begraben zu lassen und der Spur des Lebens zu folgen…
(Reflexionsfrage 2)
Die Höhlen und die Nester: manchmal braucht es die Geborgenheit, den Schutz. Welche Art von Geborgenheit brauche ich? Kann die Freundschaft mit Jesus ein solches Zuhause für mich sein?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Ermutigung, nach vorne zu blicken und nicht zurück.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.