







1 Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.[1] 2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! 3 Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 4 Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! 5 Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! 6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 9 Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: 11 Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. 12 Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt.
«Margaret Rizza, Complete Chants, Vol. 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Norrland» © Creative Commons mit freundlicher Genehmigung der Künstler
«In Spem Contra Spem» © Creative Commons mit freundlicher Genehmigung der Künstler
(Schauplatz gestalten)
Ich höre, wie Jesus von Städten und Ortschaften erzählt, in die er selbst gehen will. Er ist mit vielen Jüngern und Jüngerinnen im Gespräch und fragt, wer mitkommen will. Dann sendet er sie mit einem Segen aus – immer zu zweit. Ich sehe, wie sie miteinander aufbrechen, sehe die staubigen Wege, die Landschaft, durch die sie ziehen. Sie gehen leicht dahin, ohne schweres Gepäck… Die Stimmung ist gespannt und erwartungsvoll.
(Reflexionsfrage 1)
Gesandt sein, um die gute Nachricht vom Reich Gottes zu bringen, den Frieden wünschen und Gottes Nähe verkünden.
Wo bin ich in meinem Alltag gerufen, anderen Frieden, Hoffnung oder Ermutigung zu schenken?
Und was könnte mir helfen, dabei mutiger zu werden – oder mich «zu zweit» mit jemandem zusammen zu tun?
(Reflexionsfrage 2)
Ohne viel Gepäck losgehen. Die Jünger lernen, nicht alles selbst absichern zu müssen, sondern zu vertrauen.
Woran halte ich mich fest, um mich sicher zu fühlen?
Gibt es etwas, das ich loslassen könnte, um freier für Gott und für andere Menschen zu werden?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Hinweis, dort, wo ich nicht aufgenommen werde, den „Staub“ abzuschütteln und die Ablehnung wieder loszulassen.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.