







5 Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; 6 denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, 7 wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? 8 Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. 9 Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. 10 Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. 11 Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange 12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
«Resurrexit» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Es klopft bei mir spät in der Nacht. Ich sehe einen guten Freund vor meiner Tür, der unvorhergesehen bei mir um Hilfe bittet. Vielleicht eine Panne, vielleicht wegen Problemen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestrandet, vielleicht gab es einen Notfall.
Jedenfalls steht er hier und er ist hungrig. Ich wollte erst morgen einkaufen: Meine Vorräte sind komplett aufgebraucht. Natürlich könnte ich meinen Freund auch vertrösten mit einem Glas Leitungswasser. Aber bringe ich das übers Herz? Ich könnte natürlich bei den Nachbarn im dritten Stock nachfragen, ob sie etwas zu essen hätten. Aber da müsste ich extra hochgehen und klingeln. Es ist bereits Mitternacht. Die werden bestimmt schon schlafen.
Ich stelle mir jetzt bereits das ärgerliche Gesicht vor. Und was, wenn sie mir nichts geben können? Oder nichts geben wollen? Aber mein Freund hat entsetzlichen Hunger.
Ich kann ihn doch nicht so stehen lassen. Es bringt nichts: Ich muss mich überwinden und die Bitte aussprechen.
(Reflexionsfrage 1)
Wann habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich in Verzweiflung etwas erbeten musste, und es wurde mir gegeben?
(Reflexionsfrage 2)
Wie gehe ich damit um, wenn andere verzweifelt an meine Tür klopfen und etwas von mir erbitten?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das, was der Vater im Himmel tun wird.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.