





1 Unterdessen strömten Tausende von Menschen zusammen, sodass es ein gefährliches Gedränge gab. Jesus begann zu sprechen, vor allem zu seinen Jüngern: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei! 2 Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. 3 Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, im Licht hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden. 4 Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, danach aber nichts weiter tun können! 5 Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen! Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten. 6 Verkauft man nicht fünf Spatzen für zwei Pfennige? Und doch ist nicht einer von ihnen vor Gott vergessen. 7 Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
«Resurrexit» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Norrland» © Creative Commons mit freundlicher Genehmigung der Künstler
(Schauplatz gestalten)
Noch hallt die gespannte Stille im Haus des Pharisäers in mir nach, als ich Jesus auf dem staubigen Weg folge. Am Rand des Gedränges höre ich Jesus vor der Heuchelei der Pharisäer warnen, und ich denke an die glatten Gesichter beim Essen im Haus der Pharisäer, das wir eben verlassen haben. Als er sagt, dass alles ans Licht kommen wird, spüre ich ein unruhiges Ziehen in meiner Brust. Ein Schauer läuft mir über den Rücken, als er von der Furcht vor dem spricht, der Macht über die Hölle hat. Doch dann nimmt die Situation eine Wendung. Sein Tonfall wird überraschend sanft, und er nennt uns seine Freunde. Als er sagt: „Ihr seid mehr wert als viele Spatzen“, weicht meine Anspannung einem tiefen Frieden, denn ich spüre: Wer so unendlich geliebt wird, muss sich vor nichts mehr fürchten. Ich atme tief ein, als hätte ich in all der Enge lange nicht mehr richtig geatmet.
(Reflexionsfrage 1)
Wo kann ich Gott wieder mehr einen ihm angemessenen Raum in meinem Leben geben?
(Reflexionsfrage 2)
Was darf bei mir noch wachsen und ans Licht kommen? Wo darf meine Seele, mein innerstes sich noch weiter für Gott öffnen und sich ehrlich machen im inneren Austausch mit ihm?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf: “Fürchtet Gott, aber fürchtet euch nicht!”
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.