







13 Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen! 14 Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt? 15 Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt. 16 Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. 17 Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte. 18 Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. 19 Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! 20 Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? 21 So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.
«Jubilate» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Die Herbstsonne strahl über die Felder, auf denen eine reiche Ernte steht. Der Wind weht leicht und mit dem Besitzer schaue ich gemeinsam auf die Ernte. Dankbarkeit und Stolz sind spürbar. Aber auch die Frage, wie diese Gefühle, dieser Besitz, diese Sorglosigkeit festgehalten werden kann. Größere Scheunen braucht es – dann reicht es auch für den Lebensabend. Dann habe ich ausgesorgt und kann genießen. Doch das Leben spielt manchmal anders: “Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben zurückfordern.”
(Reflexionsfrage 1)
Was hilft mir, im Heute, im Jetzt zu leben? Welche Sorge hindert mich daran?
(Reflexionsfrage 2)
Woran kann ich mich heute – nicht erst morgen – bereits freuen und Gott dafür danken?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Unterschied zwischen der Sicherheit aus dem Besitz und der Sicherheit aus Gott.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.