







10 Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. 11 Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt und konnte nicht mehr aufrecht gehen. 12 Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst. 13 Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott. 14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat! 15 Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke? 16 Diese Frau aber, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen? 17 Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.
«Ubi Caritas» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental (T701)» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, dass ich in der Betrachtung Jesus begegnen werde. --- Ich nehme meinen Körper wahr: Ich spüre, wie meine Fußsohlen den Boden berühren. Er ist kühl, ja kalt. Meine Beine sind unter Spannung, sie finden nicht richtig zueinander, sondern, als würden sie mir nicht gehorchen wollen.
Jeder Schritt ist ein Glücksspiel, dass ich nicht hinfalle. Meine Hüfte ist ganz in sich verdreht und mein Rücken ist von einer schweren Last gebeugt. Es fühlt sich so an, als würde eine schwere Person auf mir sitzen, mich niederdrücken. Vor meiner Brust verknoten sich meine Arme, meine Hände, meine Finger. Ich bin gefesselt. Ich bin gefangen. Ich bin verloren.
--- Da nehme ich plötzlich, wie aus dem Nichts meinen Namen wahr. Ich sehe zum ersten Mal seit Jahren die Welt und die Menschen klar um mich. Jener Mann, mit dem Tuch um seinen Hals. Sein Blick liegt auf mir. Aus seinem Mund strömte mein Name. Ich stolpere zwei Schritte auf ihn zu. --- Er kommt mir entgegen. Geht in die Knie und schaut in meine Augen. Seine Hände entknoten die meinen. Wie gesprengte Ketten fällt alles von mir. Langsam richtet sich alles in mir auf. Ich stehe. Ich schaue. Ich weine.
(Reflexionsfrage 1)
Was lässt mich gekrümmt sein?
(Reflexionsfrage 2)
Wovon hat Jesus mich bereits befreit?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die innere Freiheit Jesu, das Richtige zu tun.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.