







1 Und es geschah: Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. 2 Und siehe, ein Mann, der an Wassersucht litt, stand vor ihm. 3 Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht? 4 Sie schwiegen. Da berührte er den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen. 5 Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat? 6 Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Norrland» © Creative Commons mit freundlicher Genehmigung der Künstler
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, in der Betrachtung Jesus zu begegnen. --- Ich nehme eine Kälte wahr, die mir entgegenströmt, die von der Fußsohle an meinen Körper emporkriecht, die mich ganz umschließt. Ich spüre, wie tausend Augen auf mich gerichtet sind. Jeder Blick ist ein Stich in mein Herz. Es schmerzt. Wieder wollen sie mir eine Falle stellen. Sie müssten es doch besser wissen. Was hält ihr Herz eng? Warum vertrauen sie Gottes Barmherzigkeit nicht? --- Ihr Schweigen wiegt schwer. Ja, es tötet alles Lebendige in diesem Raum. Die Kälte lässt nichts unbeschadet. Auch mich lähmt sie. Ihr eisiges Schweigen tötet meine Worte. Doch meine Hand kann ich dem Mann reichen. Ihm meine Wärme schenken, die noch in mir ist. --- Schon sind wir nicht mehr allein. Schon strahl von uns die Wärme aus. Das Eis muss sich zurückziehen. Das Leben durchbricht die Mauer des Schweigens und begräbt die Fallensteller unter sich.
(Reflexionsfrage 1)
Wann fühlte ich mich in meinem Glaubensvollzog genau beobachtet?
(Reflexionsfrage 2)
Wurden schon einmal doppelte religiöse Standards bei mir entlarvt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Sicherheit Jesu zu wissen, das Richtige zu tun.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.