





1 Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. 2 Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:
3 Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 4 Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden. 5 Selig die Sanftmütigen; / denn sie werden das Land erben. 6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden gesättigt werden. 7 Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden. 8 Selig, die rein sind im Herzen; / denn sie werden Gott schauen. 9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. 10 Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; / denn ihnen gehört das Himmelreich. 11 Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich stehe am Hang eines Berges, früh am Morgen. Von unten steigen immer mehr Menschen herauf, Familien, Alte, Kranke, Neugierige. Viele von ihnen haben wenig zu erwarten vom Leben; das sieht man ihren Gesichtern an. Jesus setzt sich auf einen Felsen, seine Jünger rücken näher an ihn heran. Es wird still, nur der Wind streicht über das Gras. Dann beginnt er zu sprechen, und seine ersten Worte gelten genau denen, die sonst übersehen werden. Ich suche mir einen Platz in der Menge und höre zu, als wäre auch ich gemeint.
(Reflexionsfrage 1)
Welche der Seligpreisungen trifft mich heute am meisten? Was in meinem Leben klingt darin an?
(Reflexionsfrage 2)
Wo kenne ich Menschen, die arm, trauernd oder auf der Suche nach Gerechtigkeit sind? Wie könnte durch mich etwas von dem Trost spürbar werden, den Jesus verspricht?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, welche Menschen Jesus selig nennt und was er jeder und jedem von ihnen zusagt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.