





1 Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören. 2 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. 3 Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: 4 Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war! 7 Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben. 8 Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet? 9 Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte! 10 Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.
«Laudate omnes gentes» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stehe in einer gemischten Menge um Jesus herum. Neben mir drängen sich Zöllner und Leute mit zweifelhaftem Ruf. Sie hören ihm gespannt zu. Etwas abseits stehen Pharisäer und Schriftgelehrte. Ich höre ihr empörtes Murren: Mit solchen Leuten gibt er sich ab! Jesus lässt sich nicht beirren. Er beginnt zu erzählen, von einem Hirten, der ein einziges Schaf sucht, und von einer Frau, die ihr ganzes Haus fegt für eine einzige Münze. Während er spricht, schaue ich in die Gesichter um mich herum und frage mich, wer sich hier gefunden fühlt und wer sich ärgert.
(Reflexionsfrage 1)
Habe ich schon einmal erlebt, dass mir jemand nachgegangen ist, als ich mich verloren oder abgehängt gefühlt habe? Wie war das für mich?
(Reflexionsfrage 2)
Über wen würde ich mich insgeheim ärgern, wenn Gott ihm mit so viel Freude nachginge? Was zeigt mir das über mein Bild von Gott?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Freude, die in beiden Gleichnissen aufbricht, sobald das Verlorene gefunden ist.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.