





«Light in our darkness» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
Im Januar bittet der Heilige Vater besonders für das Gebet mit dem Wort Gottes. Wir beten, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.
Auszug aus einer Ansprache des Papstes
In einer Predigt im Sommer 2025 sagte Papst Leo in einer Sonntagsmesse in Castel Gandolfo zum Evangelium von Marta und Maria folgendes:
„Jesus zeigt sich als Gast im Haus von Marta und Maria. Er ist kein Unbekannter: Er ist bei Freunden zu Hause, und es herrscht eine festliche Stimmung. Eine der Schwestern empfängt ihn mit vielen Aufmerksamkeiten, während die andere ihm zu Füßen sitzt und ihm zuhört, mit der typischen Haltung eines Schülers dem Meister gegenüber. Wie wir wissen, antwortet Jesus auf die Klagen der ersten, die sich etwas Hilfe bei der praktischen Arbeit wünscht, indem er sie einlädt, den Wert des Zuhörens zu schätzen (vgl. Lk 10,41-42).
Es wäre jedoch falsch, diese beiden Haltungen als einander entgegengesetzt anzusehen sowie Vergleiche zwischen den beiden Frauen anzustellen. Das Dienen und das Zuhören sind nämlich zwei zusammengehörige Ausprägungen der Gastfreundschaft.
Zuallererst in unserer Beziehung zu Gott. Denn auch wenn es wichtig ist, dass wir unseren Glauben in konkreten Taten und in der Treue zu unseren Pflichten leben – je nach dem Stand und der Berufung eines jeden –, so ist es doch ebenso grundlegend, dass wir dies tun, indem wir von der Betrachtung des Wortes Gottes sowie von der Aufmerksamkeit für das ausgehen, was der Heilige Geist unserem Herzen eingibt, und indem wir hierfür Momente der Stille, Momente des Gebets reservieren; Zeiten, in denen wir alle Geräusche und Ablenkungen ausblenden, uns vor Ihm sammeln und zur inneren Einheit finden. Dies ist eine Dimension des christlichen Lebens, die wir heute in besonderer Weise wiederentdecken müssen, sowohl als persönlichen und gemeinschaftlichen Wert als auch als prophetisches Zeichen für unsere Zeit: der Stille, dem Hören auf den Vater Raum geben, der spricht und »der auch das Verborgene sieht« (Mt 6,6). Zu diesem Zweck können freie Tage ein günstiger Moment sein, um zu erfahren, wie schön und wichtig die Vertrautheit mit Gott ist und wie sehr sie uns helfen kann, offener, gastfreundlicher untereinander zu sein.”
Papst Leo betont wie wichtig es ist, sich immer wieder Zeit der Stille, Momente des Gebets zu nehmen. Wo finde ich diese Räume in meinem Alltag? Was könnte mir helfen, dem Wort Gottes mehr Aufmerksamkeit zu geben? Vielleicht kann ich mir – probeweise in diesem Monat – täglich eine kurze Zeit der Bibellektüre nehmen oder bewusst die täglichen Folgen von einfach beten hören? Auch eine Gruppe, in der Gemeinde, im Freundeskreis oder in der Familie kann mir eine Hilfe sein: Gemeinsam das Wort Gottes teilen, beten und darüber ins Gespräch kommen. Wonach zieht es mich?
Im Januar beten wir mit Papst Leo, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.
Gibt es Menschen in meinem Leben, die mir das Wort Gottes näher gebracht haben? Familienmitglieder oder Freunde, vielleicht meine Lehrerin oder ein Katechet? Ich denke auch besonders an die Menschen, die täglich das Wort Gottes verkünden, mit ihm beten oder es im Leben bezeugen. Ich lasse ihre Gesichter, die Orte an denen sie leben und wirken vor meinem inneren Auge lebendig werden und vertraue sie Gott an.
Verweis auf Click To Pray
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr Jesus, lebendiges Wort des Vaters,
In Dir finden wir das Licht, das auf unseren Pfaden leuchtet.
Wir wissen, dass unser menschliches Herz unruhig ist, hungrig nach Sinn,
und dass nur dein Evangelium ihm Frieden und Fülle schenken kann.
Lehre uns, dir jeden Tag in der Heiligen Schrift zuzuhören,
uns von deiner Stimme herausfordern zu lassen
und unsere Entscheidungen
aus der Nähe zu deinem Herzen zu treffen.
Möge dein Wort Nahrung in der Erschöpfung,
Hoffnung in der Dunkelheit
und Kraft in unseren Gemeinschaften sein.
Herr, möge dein Wort niemals auf unseren Herzen oder unseren Herzen fehlen –
das Wort, das uns zu Söhnen und Töchtern, Brüdern und Schwestern,
Jüngern und Missionaren deines Reiches macht.
Mache uns zu einer Kirche, die mit dem Wort betet,
die auf ihm aufgebaut ist und es mit Freude weitergibt,
damit in jedem Menschen die Hoffnung auf eine neue Welt neu lebendig wird.
Möge unser Glaube in der Begegnung mit dir durch dein Wort wachsen
und uns aus tiefstem Herzen bewegen,
auf andere zuzugehen,
den Schwächsten zu dienen,
zu vergeben, Brücken zu bauen und das Leben zu verkünden. Amen.