







«Heart to Heart» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé Instrumental 1» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
In die Welt bin ich gestellt und darf in ihr leben. Mit Jesus an meiner Seite, von ihm gestärkt und gesandt.
Schritt 8: Aufgabe in der Welt
Wieder achte ich auf mein Herz, das schlägt. Ich versuche zur Ruhe zu kommen und die Gedanken ziehen zu lassen. Welche Gefühle nehme ich wahr? Ist mein Herz froh und weit, eng oder bedrückt?
Mein Herz, das ich in der Nähe Jesu weiß, schlägt in diesem Augenblick. Ich spüre, wie das Leben in mir pulsiert. Mein Herz schlägt im Takt des Herzens Jesu. Er ist mir nahe.
Jesus lässt sich berühren. Davon erzählen die Evangelien immer wieder. Er hat Mitleid für die Menschen, die ihm begegnen. Im Examen oder auch Gebet der liebenden Aufmerksamkeit wird versucht, das eigene Leben, den vergangenen Tag oder die zurückliegende Woche, in den Blick zu nehmen – nicht kritisch, sondern mit dem liebevollen, wohlwollenden und empathischen Blick Jesu, durch die Augen Gottes. Diesen Blick Gottes einzuüben kann helfen, die Barmherzigkeit Gottes in der Welt spürbar und sichtbar zu machen. Und genau das ist die Aufgabe, die wir als Jünger Jesu haben! Wir dürfen uns seine Sicht auf die Menschheit und die Welt zu eigen machen und so handeln, wie er gehandelt hat!
Wir selbst haben Gottes Barmherzigkeit erlebt und dürfen sie weitergeben. Darin besteht unsere Antwort auf seine Liebe zu uns und unsere Aufgabe in dieser Welt.
Mit Jesus sind wir auf unterschiedliche Weise an die Peripherien der menschlichen Existenz gesandt, wo Menschen unter Ungerechtigkeit leiden, um denen, deren Herz gebrochen ist, beizustehen und sie zu heilen. Die drei Reflexionsfragen, die folgen, können mir dabei helfen. Vielleicht kann ich zu jeder der Frage ein oder zwei Stichworte notieren:
- Von wem oder was habe ich mich in den letzten Tagen und Wochen innerlich berühren lassen?
- Wo schalte ich innerlich ab, bleibe anteilnahmslos?
- Kann ich mein eigenes Leben und das Leben anderer Menschen unter Gottes liebevollen Blick stellen? Was erkenne ich in diesem Licht?
Gebet
Oh Gott, von jetzt an möchte ich
der erste sein, der sich bewusst wird,
was die Welt alles liebt, erstrebt und erleidet;
der erste möchte ich sein, der danach sucht,
mitzufühlen und zu leiden;
der erste sein, der sich entfaltet und aufopfert,
um mehr wirklich Mensch zu werden
und edler von der Erde
als von allen Dienern der Welt.
Pierre Teilhard de Chardin SJ