Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Die Jünger fragen nach Größe. Wer ist der Größte? Man hört darin nicht nur Neugier, sondern den alten Wunsch, den eigenen Platz zu sichern: gesehen werden, gelten, nicht übergangen werden. Jesus antwortet nicht mit einer Rangordnung. Er ruft ein Kind herbei und stellt es in die Mitte. Ein Kind, das nichts beweisen kann, nichts vorweisen muss, nicht durch Einfluss zählt. In diese Mitte stellt Jesus nicht Stärke, sondern Schutzbedürftigkeit. Dann spricht er von den Kleinen, die nicht verachtet werden dürfen, und von dem einen Schaf, das sich verirrt hat. Plötzlich geht es nicht mehr darum, wer oben steht. Es geht darum, wer verloren zu gehen droht - draußen in der Welt und vielleicht auch in uns selbst.

(Reflexionsfrage 1)
Wo versuche ich gerade, groß, sicher oder unangreifbar zu wirken - obwohl in mir etwas Kleines gesehen werden möchte?

(Reflexionsfrage 2)
Welchen Menschen oder welchen Anteil in mir habe ich innerlich schon fast abgeschrieben, obwohl Gott ihn sucht?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte darauf, wie Jesus ein Kind in die Mitte stellt und damit die Frage nach Größe verwandelt.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.