Gebetsanliegen Juli
Im Juli bittet der Heilige Vater besonders für den Respekt des menschlichen Lebens.
Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.
Im Rahmen seiner apostolischen Reise nach Spanien sagte Papst Leo vor dem Spanischen Parlament im Juni 2026 folgendes:
“Jede wahrhaft gerechte Gesellschaft gründet auf der Anerkennung der unantastbaren Würde des Menschen. Diese Würde geht jeder Zuerkennung vonseiten des Staates voraus und darf nicht wechselhaften gesellschaftlichen Konsensen oder den momentanen Mehrheitsmeinungen untergeordnet werden. Sie steht jedem Menschen allein aufgrund seiner Existenz zu und muss daher jede positive Rechtsordnung prägen. Der christliche Glaube proklamiert sie ausgehend von der Offenbarung; die menschliche Vernunft kann sie als ein in der Wahrheit des Menschen verankertes Erfordernis erkennen. Wenn diese Überzeugung lebendig bleibt, wird das Recht zum Schutz für alle und zur Garantie gegen die Durchsetzung partikularer Interessen und Agenden.
Auf dieser Grundlage möchte ich heute ein ruhiges und entschlossenes Wort an diejenigen richten, die die große Verantwortung tragen, das gesellschaftliche Zusammenleben rechtlich zu regeln. Dieses Zusammenleben kann durch die Wegwerfkultur bedroht sein, worauf Papst Franziskus oft hingewiesen hat. In diesem Sinne stellt sich die Frage: Welche Zukunft haben unsere Gesellschaften, wenn das Leben nicht mehr als grundlegender Wert anerkannt wird? Kann eine Gemeinschaft, die das ungeborene Kind, den alten Menschen, den Kranken, den still Leidenden oder denjenigen, der ganz auf die Fürsorge anderer angewiesen ist, ausblendet, als wirklich gerecht bezeichnet werden? Die Verteidigung des menschlichen Lebens ist weder eine Partei- noch eine konfessionelle Angelegenheit: Sie ist ein zivilisatorisches Ziel. Jedes menschliche Leben muss von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Lebensende, unter allen Umständen seiner Existenz, anerkannt und geschützt werden. Wenn diese Gewissheit verblasst, sind die Schwächsten die ersten Opfer, und das Gesetz verliert seine tiefste Bedeutung: jedem Menschen zu dienen und ihn zu schützen. Deshalb zeigt sich die moralische Größe einer Nation vor allem in ihrer Fähigkeit, jene Leben zu begleiten, zu schützen und zu lieben, die sich in einer besonders fragilen Lage befinden. […]
Die Rede von der Menschenwürde darf nicht abstrakt bleiben, wenn so viele Menschen dazu gezwungen sind, für Frieden, Sicherheit und eine Zukunft alles zu verlassen. Auch die tragische Migrationskrise stellt heute eine Anfrage an das Gewissen der Nationen und an die ethischen Grundlagen der internationalen Ordnung dar.
[…]
Keine Nation kann eine Herausforderung dieser Größenordnung alleine bewältigen. Daher ist eine koordinierte, solidarische und wirksame Reaktion unerlässlich, die den Migranten Schutz, Aufnahme und echte Integrationschancen gewährleisten kann. Wenn die institutionelle Reaktion nahbar, gerecht und koordiniert ausfällt, sind Grenzen nicht länger Orte der Verlassenheit, sondern können zu Räumen werden, in denen die Menschenwürde verantwortungsvoll geschützt wird.”
Einige Fragen zu den Haltungen im Alltag
Papst Leo ruft dazu auf, das menschliche Leben in all seinen Phasen zu schützen und zu respektieren. Wo begegnet mir die Fragilität des menschlichen Lebens in meinem Alltag? Um welche Menschen kann ich mich in besonderer Weise kümmern, ihnen Respekt und Liebe zeigen? Bin ich bereit, mich politisch für die Würde aller Menschen einzusetzen?
Wie gelingt es mir, mich immer wieder für das Leben zu entscheiden und an einer Welt zu bauen, in der das Leben Raum gewinnt? Wo kenne ich selbst Erfahrungen von Verletzlichkeit, vielleicht auch Bedrohung des Lebens? Bin ich selbst dankbar für das Geschenk des Lebens?
Im Juli beten wir mit Papst Leo, um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.
Ich nehme mir einen Augenblick, um an die Menschen zu denken, deren Leben bedroht ist, deren Würde nicht anerkannt wird.
Ich erinnere mich an die Menschen, die durch Alter und Krankheit gezeichnet sind. Vor meinem inneren Auge lasse ich auch die Menschen, deren Leben durch Armut und Flucht bedroht ist, bewusst werden. Und ich bringe vor Gott all die Kinder, deren Leben schon vor der Geburt ein Ende findet und ihre Mütter und Väter. Ich bete um Dankbarkeit für das Leben, um Respekt und Liebe.
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr des Lebens,
aus Liebe hast Du uns geschaffen und zu einem Leben in Fülle berufen. Jede Person ist ein heiliges Geschenk, das Dein Anlitz widerspiegelt – vom ersten Augenblick ihrer Existenz bis zum letzten Atemzug ihre irdischen Pilgerwegs.
Heute bitten wir Dich um die Gnade, den einzigartigen und unverwechselbaren Wert jedes menschlichen Lebens zu erkennen und zu bewahren.
Lehre uns, das Leben ohne Vorbehalte anzunehmen,
mit Zärtlichkeit für die Zerbrechlichen da zu sein,
jeden Lebensabschnitt mit Respekt zu begleiten
und mutig für jene einzutreten, die keine Stimme haben.
Vergib uns, Herr,
wenn wir der Gleichgültigkeit oder der Kultur des Wegwerfens verfallen,
wenn wir im anderen Menschen nicht mehr ein Wesen erkennen, das Deiner Liebe würdig ist.
Schenke uns ein neues Herz,
das sich stets für das Leben entscheidet,
und großzügige Hände, die es durch konkrete Taten schützen.
Lass Deine Kirche ein lebendiges Zeugnis des Evangeliums vom Leben sein,
ein offenes Zuhause, in dem jedes Leben gefeiert wird,
in dem niemand als überflüssig gilt
und die Würde jedes Menschen stets geachtet und geschützt wird.
Herr Jesus,
lass uns das Leben so lieben, wie Du es liebst:
mit Zärtlichkeit, Treue und Hingabe.
Lass uns in Wort und Tat verkünden,
dass jedes menschliche Leben den ganzen Einsatz unserer selbst wert ist.
Amen.
Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.
Im Rahmen seiner apostolischen Reise nach Spanien sagte Papst Leo vor dem Spanischen Parlament im Juni 2026 folgendes:
“Jede wahrhaft gerechte Gesellschaft gründet auf der Anerkennung der unantastbaren Würde des Menschen. Diese Würde geht jeder Zuerkennung vonseiten des Staates voraus und darf nicht wechselhaften gesellschaftlichen Konsensen oder den momentanen Mehrheitsmeinungen untergeordnet werden. Sie steht jedem Menschen allein aufgrund seiner Existenz zu und muss daher jede positive Rechtsordnung prägen. Der christliche Glaube proklamiert sie ausgehend von der Offenbarung; die menschliche Vernunft kann sie als ein in der Wahrheit des Menschen verankertes Erfordernis erkennen. Wenn diese Überzeugung lebendig bleibt, wird das Recht zum Schutz für alle und zur Garantie gegen die Durchsetzung partikularer Interessen und Agenden.
Auf dieser Grundlage möchte ich heute ein ruhiges und entschlossenes Wort an diejenigen richten, die die große Verantwortung tragen, das gesellschaftliche Zusammenleben rechtlich zu regeln. Dieses Zusammenleben kann durch die Wegwerfkultur bedroht sein, worauf Papst Franziskus oft hingewiesen hat. In diesem Sinne stellt sich die Frage: Welche Zukunft haben unsere Gesellschaften, wenn das Leben nicht mehr als grundlegender Wert anerkannt wird? Kann eine Gemeinschaft, die das ungeborene Kind, den alten Menschen, den Kranken, den still Leidenden oder denjenigen, der ganz auf die Fürsorge anderer angewiesen ist, ausblendet, als wirklich gerecht bezeichnet werden? Die Verteidigung des menschlichen Lebens ist weder eine Partei- noch eine konfessionelle Angelegenheit: Sie ist ein zivilisatorisches Ziel. Jedes menschliche Leben muss von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Lebensende, unter allen Umständen seiner Existenz, anerkannt und geschützt werden. Wenn diese Gewissheit verblasst, sind die Schwächsten die ersten Opfer, und das Gesetz verliert seine tiefste Bedeutung: jedem Menschen zu dienen und ihn zu schützen. Deshalb zeigt sich die moralische Größe einer Nation vor allem in ihrer Fähigkeit, jene Leben zu begleiten, zu schützen und zu lieben, die sich in einer besonders fragilen Lage befinden. […]
Die Rede von der Menschenwürde darf nicht abstrakt bleiben, wenn so viele Menschen dazu gezwungen sind, für Frieden, Sicherheit und eine Zukunft alles zu verlassen. Auch die tragische Migrationskrise stellt heute eine Anfrage an das Gewissen der Nationen und an die ethischen Grundlagen der internationalen Ordnung dar.
[…]
Keine Nation kann eine Herausforderung dieser Größenordnung alleine bewältigen. Daher ist eine koordinierte, solidarische und wirksame Reaktion unerlässlich, die den Migranten Schutz, Aufnahme und echte Integrationschancen gewährleisten kann. Wenn die institutionelle Reaktion nahbar, gerecht und koordiniert ausfällt, sind Grenzen nicht länger Orte der Verlassenheit, sondern können zu Räumen werden, in denen die Menschenwürde verantwortungsvoll geschützt wird.”
Einige Fragen zu den Haltungen im Alltag
Papst Leo ruft dazu auf, das menschliche Leben in all seinen Phasen zu schützen und zu respektieren. Wo begegnet mir die Fragilität des menschlichen Lebens in meinem Alltag? Um welche Menschen kann ich mich in besonderer Weise kümmern, ihnen Respekt und Liebe zeigen? Bin ich bereit, mich politisch für die Würde aller Menschen einzusetzen?
Wie gelingt es mir, mich immer wieder für das Leben zu entscheiden und an einer Welt zu bauen, in der das Leben Raum gewinnt? Wo kenne ich selbst Erfahrungen von Verletzlichkeit, vielleicht auch Bedrohung des Lebens? Bin ich selbst dankbar für das Geschenk des Lebens?
Im Juli beten wir mit Papst Leo, um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.
Ich nehme mir einen Augenblick, um an die Menschen zu denken, deren Leben bedroht ist, deren Würde nicht anerkannt wird.
Ich erinnere mich an die Menschen, die durch Alter und Krankheit gezeichnet sind. Vor meinem inneren Auge lasse ich auch die Menschen, deren Leben durch Armut und Flucht bedroht ist, bewusst werden. Und ich bringe vor Gott all die Kinder, deren Leben schon vor der Geburt ein Ende findet und ihre Mütter und Väter. Ich bete um Dankbarkeit für das Leben, um Respekt und Liebe.
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr des Lebens,
aus Liebe hast Du uns geschaffen und zu einem Leben in Fülle berufen. Jede Person ist ein heiliges Geschenk, das Dein Anlitz widerspiegelt – vom ersten Augenblick ihrer Existenz bis zum letzten Atemzug ihre irdischen Pilgerwegs.
Heute bitten wir Dich um die Gnade, den einzigartigen und unverwechselbaren Wert jedes menschlichen Lebens zu erkennen und zu bewahren.
Lehre uns, das Leben ohne Vorbehalte anzunehmen,
mit Zärtlichkeit für die Zerbrechlichen da zu sein,
jeden Lebensabschnitt mit Respekt zu begleiten
und mutig für jene einzutreten, die keine Stimme haben.
Vergib uns, Herr,
wenn wir der Gleichgültigkeit oder der Kultur des Wegwerfens verfallen,
wenn wir im anderen Menschen nicht mehr ein Wesen erkennen, das Deiner Liebe würdig ist.
Schenke uns ein neues Herz,
das sich stets für das Leben entscheidet,
und großzügige Hände, die es durch konkrete Taten schützen.
Lass Deine Kirche ein lebendiges Zeugnis des Evangeliums vom Leben sein,
ein offenes Zuhause, in dem jedes Leben gefeiert wird,
in dem niemand als überflüssig gilt
und die Würde jedes Menschen stets geachtet und geschützt wird.
Herr Jesus,
lass uns das Leben so lieben, wie Du es liebst:
mit Zärtlichkeit, Treue und Hingabe.
Lass uns in Wort und Tat verkünden,
dass jedes menschliche Leben den ganzen Einsatz unserer selbst wert ist.
Amen.