Gebetsanliegen August
An die Teilnehmer der Vollversammlung des Dikasteriums für die Evangelisierung richtete Papst Leo XIV am 28. Mai 2026 folgende Worte:
“Die Evangelisierung muss weiterhin die grundlegende Motivation für jedes Handeln der Weltkirche wie auch der Ortsgemeinden sein; nur auf diese Weise wird der Glaube selbst in seiner Schönheit immer wieder neu entdeckt und bringt seine Glaubwürdigkeit am besten zum Ausdruck. Eine Verkündigung des Evangeliums, die Hoffnung schenkt, ist kein utopischer Entwurf: Sie ist ein Zeugnis, das anzieht, insofern es die Berufung zur Liebe und zur Wahrheit offenbart.
Wir dürfen nicht unterschätzen, dass insbesondere in westlichen Ländern die Glaubenskrise zusammen mit anderen soziokulturellen Faktoren zu einer weit verbreiteten religiösen Gleichgültigkeit geführt hat. Vielen erscheint der Glaube für ihr Leben nicht mehr relevant. Die dahinterliegende Gefahr – die nicht immer in ihrer vollen Tragweite wahrgenommen wird – besteht darin, dass gerade jener Atemzug des zutiefst Menschlichen erstickt wird: die Suche nach Sinn. Die großen existenziellen Fragen bleiben unbeantwortet, während sich eine technologische Kultur ungebremst ausbreitet, die vorgibt, jedes Bedürfnis stillen zu können.
Selbst in diesem Zusammenhang kann die Begegnung mit Christus dem Leben der Menschen wieder seinen vollen Sinn und Wert zurückgeben, und die Kirche entdeckt die bleibende Bedeutung des Auftrags wieder, den sie vom auferstandenen Herrn erhalten hat. Niemand kann ihren Platz in dieser Sendung einnehmen, die ebenso dringend wie notwendig ist, um eine verlässliche Grundlage für die Zukunft der Menschheit zu gewährleisten, damit diese eine Zukunft des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Geschwisterlichkeit sein möge.
Die starke Sehnsucht nach Spiritualität, die – insbesondere unter jungen Menschen – immer mehr an Bedeutung gewinnt, verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Die neue Generation hegt keinerlei Vorurteile gegen das Evangelium; im Gegenteil: Viele wünschen sich, es besser kennenzulernen, denn sie erkennen, dass in ihm das Geheimnis des wahren Glücks verborgen liegt. Es ist eine Suche, die eine glaubwürdige und stimmige Antwort erfordert. Die Evangelisierung gründet weder auf der Effizienz von Strukturen noch auf gesellschaftlichem Ansehen, ja nicht einmal auf jenem öffentlichen Zuspruch, der sich womöglich zu einem bestimmten Zeitpunkt gewinnen lässt. Entscheidend bleibt vielmehr, sein Vertrauen in die Führung des Heiligen Geistes zu setzen und jenen Wegen zu folgen, die Er weist.
Heute muss sich die Evangelisierung insbesondere auch mit den veränderten Bedingungen und Dynamiken auseinandersetzen, die die Weitergabe des Glaubens von einer Generation zur nächsten prägen. In einigen Teilen der Welt ist diese Weitergabe fast vollständig zum Erliegen gekommen, was die Fähigkeit erfordert, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Die Ursachen für diese Situation sind bekannt und vielfältig; die Folge ist jedoch eine geistliche „Armut“ unter den jüngeren Generationen, ein Mangel an Motivation und an Möglichkeiten, in voller Freiheit jene Bindung an den Glauben zu entwickeln, die dem Leben Sinn verleiht. Gott sei Dank gibt es weltweit zahlreiche und vielfältige Initiativen, durch die christliche Gemeinschaften, Vereinigungen, Bewegungen und kirchliche Gruppen auf junge Menschen zugehen, ihnen zuhören und mit ihnen in Dialog treten.
Das vorherrschende kulturelle Klima in mediengesättigten und konsumorientierten Gesellschaften schwächt die Fähigkeit, geduldig zu lernen und sich mit Mühe, Ausdauer und kritischem Verstand auf eine persönliche Suche nach der Wahrheit zu begeben. Jede Botschaft läuft Gefahr, lediglich als eine Meinung unter vielen wahrgenommen zu werden.
Sicherlich lässt sich das Christentum nicht dadurch attraktiv machen, dass man seine Inhalte verwässert und seine Forderungen abschwächt, sondern vielmehr dadurch, dass man – mit Demut und Mut – Zeugnis ablegt für den Weg, die Wahrheit und das Leben, das so viele Menschen zur Umkehr bewegt und geheiligt hat.“
Einige Fragen zu den Haltungen im Alltag
Evangelisierung bedeutet Zeugnis geben. Mitten im Alltag, in der Anonymität der Stadt dem Evangelium ein Gesicht, Hände, Füße und eine Stimme geben. Wie gelingt mir das, diese Präsenz des Evangeliums zu leben? Finde ich Zeit, um in der städtischen Hektik innezuhalten, Gott dort zu finden, mich von ihm ansprechen zu lassen? Wo erlebe ich Verbundenheit und Mitgefühl?
Im August beten wir mit Papst Leo, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden, und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.
Ich nehme mir einen Augenblick, um mir die Menschen, die mir die Menschen, die in unseren Städten leben, vor Augen zu führen. Jene, die marginalisiert und ausgegrenzt sind. Jene, die hektisch ihren Alltag leben, ohne Zeit und Ruhe. Und ich bete für alle, die das Evangelium in unseren Städten leben, die Zeugnis ablegen von der mitfühlenden Gegenwart Gottes.
Verweis auf Click To Pray
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr Jesus, guter Hirte,
Du streifst durch unsere Straßen und Plätze,
Du betrittst die hohen Gebäude und die einfachen Viertel,
Du begleitest still die Millionen von Menschen,
die mitten in Lärm und Hektik nach Sinn suchen.
Du kennst, Herr, das Herz der Stadt:
ihre Lichter und Schatten, ihre Geschäftigkeit und ihre Einsamkeit.
Wir wissen, dass Städte dazu berufen sind, Orte der Freiheit und der Chancen zu sein.
Doch sie können auch zu Räumen der Anonymität und Isolation werden.
Darum bitten wir Dich heute um einen neuen Blick,
der im städtischen Leben einen fruchtbaren Boden erkennt,
auf dem Dein Evangelium verkündet werden kann.
Schenke uns einen kreativen und tiefen Glauben,
der nicht bei Worten stehen bleibt,
sondern in einfachen Gesten der Nähe Gestalt annimmt.
Mach uns zu einer Kirche, die sich herauswagt,
die den Menschen an den Rändern die Hand reicht,
die Trost in der Einsamkeit schenkt
und Geschwisterlichkeit sät, wo Gleichgültigkeit herrscht.
Herr,
lass unsere Gemeinden in den Städten
offene und gastfreundliche Orte sein,
an denen Hoffnung geteilt wird,
an denen sich niemand unsichtbar fühlt
und an denen die Freude Deines Evangeliums
das verborgene Leben so vieler Schwestern und Brüder erleuchtet.
Mach uns zu Deinen Zeuginnen und Zeugen in der Stadt,
zu mutigen und kreativen Missionarinnen und Missionaren,
die mit ihrem Leben Deine Liebe verkünden –
eine Liebe, die stärker ist als Hektik, Lärm und Anonymität.
Amen.
“Die Evangelisierung muss weiterhin die grundlegende Motivation für jedes Handeln der Weltkirche wie auch der Ortsgemeinden sein; nur auf diese Weise wird der Glaube selbst in seiner Schönheit immer wieder neu entdeckt und bringt seine Glaubwürdigkeit am besten zum Ausdruck. Eine Verkündigung des Evangeliums, die Hoffnung schenkt, ist kein utopischer Entwurf: Sie ist ein Zeugnis, das anzieht, insofern es die Berufung zur Liebe und zur Wahrheit offenbart.
Wir dürfen nicht unterschätzen, dass insbesondere in westlichen Ländern die Glaubenskrise zusammen mit anderen soziokulturellen Faktoren zu einer weit verbreiteten religiösen Gleichgültigkeit geführt hat. Vielen erscheint der Glaube für ihr Leben nicht mehr relevant. Die dahinterliegende Gefahr – die nicht immer in ihrer vollen Tragweite wahrgenommen wird – besteht darin, dass gerade jener Atemzug des zutiefst Menschlichen erstickt wird: die Suche nach Sinn. Die großen existenziellen Fragen bleiben unbeantwortet, während sich eine technologische Kultur ungebremst ausbreitet, die vorgibt, jedes Bedürfnis stillen zu können.
Selbst in diesem Zusammenhang kann die Begegnung mit Christus dem Leben der Menschen wieder seinen vollen Sinn und Wert zurückgeben, und die Kirche entdeckt die bleibende Bedeutung des Auftrags wieder, den sie vom auferstandenen Herrn erhalten hat. Niemand kann ihren Platz in dieser Sendung einnehmen, die ebenso dringend wie notwendig ist, um eine verlässliche Grundlage für die Zukunft der Menschheit zu gewährleisten, damit diese eine Zukunft des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Geschwisterlichkeit sein möge.
Die starke Sehnsucht nach Spiritualität, die – insbesondere unter jungen Menschen – immer mehr an Bedeutung gewinnt, verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Die neue Generation hegt keinerlei Vorurteile gegen das Evangelium; im Gegenteil: Viele wünschen sich, es besser kennenzulernen, denn sie erkennen, dass in ihm das Geheimnis des wahren Glücks verborgen liegt. Es ist eine Suche, die eine glaubwürdige und stimmige Antwort erfordert. Die Evangelisierung gründet weder auf der Effizienz von Strukturen noch auf gesellschaftlichem Ansehen, ja nicht einmal auf jenem öffentlichen Zuspruch, der sich womöglich zu einem bestimmten Zeitpunkt gewinnen lässt. Entscheidend bleibt vielmehr, sein Vertrauen in die Führung des Heiligen Geistes zu setzen und jenen Wegen zu folgen, die Er weist.
Heute muss sich die Evangelisierung insbesondere auch mit den veränderten Bedingungen und Dynamiken auseinandersetzen, die die Weitergabe des Glaubens von einer Generation zur nächsten prägen. In einigen Teilen der Welt ist diese Weitergabe fast vollständig zum Erliegen gekommen, was die Fähigkeit erfordert, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Die Ursachen für diese Situation sind bekannt und vielfältig; die Folge ist jedoch eine geistliche „Armut“ unter den jüngeren Generationen, ein Mangel an Motivation und an Möglichkeiten, in voller Freiheit jene Bindung an den Glauben zu entwickeln, die dem Leben Sinn verleiht. Gott sei Dank gibt es weltweit zahlreiche und vielfältige Initiativen, durch die christliche Gemeinschaften, Vereinigungen, Bewegungen und kirchliche Gruppen auf junge Menschen zugehen, ihnen zuhören und mit ihnen in Dialog treten.
Das vorherrschende kulturelle Klima in mediengesättigten und konsumorientierten Gesellschaften schwächt die Fähigkeit, geduldig zu lernen und sich mit Mühe, Ausdauer und kritischem Verstand auf eine persönliche Suche nach der Wahrheit zu begeben. Jede Botschaft läuft Gefahr, lediglich als eine Meinung unter vielen wahrgenommen zu werden.
Sicherlich lässt sich das Christentum nicht dadurch attraktiv machen, dass man seine Inhalte verwässert und seine Forderungen abschwächt, sondern vielmehr dadurch, dass man – mit Demut und Mut – Zeugnis ablegt für den Weg, die Wahrheit und das Leben, das so viele Menschen zur Umkehr bewegt und geheiligt hat.“
Einige Fragen zu den Haltungen im Alltag
Evangelisierung bedeutet Zeugnis geben. Mitten im Alltag, in der Anonymität der Stadt dem Evangelium ein Gesicht, Hände, Füße und eine Stimme geben. Wie gelingt mir das, diese Präsenz des Evangeliums zu leben? Finde ich Zeit, um in der städtischen Hektik innezuhalten, Gott dort zu finden, mich von ihm ansprechen zu lassen? Wo erlebe ich Verbundenheit und Mitgefühl?
Im August beten wir mit Papst Leo, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden, und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.
Ich nehme mir einen Augenblick, um mir die Menschen, die mir die Menschen, die in unseren Städten leben, vor Augen zu führen. Jene, die marginalisiert und ausgegrenzt sind. Jene, die hektisch ihren Alltag leben, ohne Zeit und Ruhe. Und ich bete für alle, die das Evangelium in unseren Städten leben, die Zeugnis ablegen von der mitfühlenden Gegenwart Gottes.
Verweis auf Click To Pray
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr Jesus, guter Hirte,
Du streifst durch unsere Straßen und Plätze,
Du betrittst die hohen Gebäude und die einfachen Viertel,
Du begleitest still die Millionen von Menschen,
die mitten in Lärm und Hektik nach Sinn suchen.
Du kennst, Herr, das Herz der Stadt:
ihre Lichter und Schatten, ihre Geschäftigkeit und ihre Einsamkeit.
Wir wissen, dass Städte dazu berufen sind, Orte der Freiheit und der Chancen zu sein.
Doch sie können auch zu Räumen der Anonymität und Isolation werden.
Darum bitten wir Dich heute um einen neuen Blick,
der im städtischen Leben einen fruchtbaren Boden erkennt,
auf dem Dein Evangelium verkündet werden kann.
Schenke uns einen kreativen und tiefen Glauben,
der nicht bei Worten stehen bleibt,
sondern in einfachen Gesten der Nähe Gestalt annimmt.
Mach uns zu einer Kirche, die sich herauswagt,
die den Menschen an den Rändern die Hand reicht,
die Trost in der Einsamkeit schenkt
und Geschwisterlichkeit sät, wo Gleichgültigkeit herrscht.
Herr,
lass unsere Gemeinden in den Städten
offene und gastfreundliche Orte sein,
an denen Hoffnung geteilt wird,
an denen sich niemand unsichtbar fühlt
und an denen die Freude Deines Evangeliums
das verborgene Leben so vieler Schwestern und Brüder erleuchtet.
Mach uns zu Deinen Zeuginnen und Zeugen in der Stadt,
zu mutigen und kreativen Missionarinnen und Missionaren,
die mit ihrem Leben Deine Liebe verkünden –
eine Liebe, die stärker ist als Hektik, Lärm und Anonymität.
Amen.