Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Es ist Sabbat. In der Synagoge sitzen die Menschen dicht gedrängt. Es riecht nach altem Holz. Auch ein feiner Duft von Gewürzen liegt in der Luft. Vorn lehrt Jesus. In einer Ecke steht ein Mann, der seine rechte Hand am liebsten verstecken würde, weil sie verkrümmt und unbrauchbar ist. Er ist es gewohnt, dass Blicke an ihr hängen bleiben. Andere im Raum beobachten weniger ihn als Jesus – lauernd, mit verschränkten Armen, auf der Suche nach einem Vorwand, um ihn anzugreifen. Die Stimmung ist gespannt, jeder spürt, dass gleich etwas geschehen wird. Ich lehne mich an die Wand und achte darauf, wem meine Aufmerksamkeit zuerst gilt.

(Reflexionsfrage 1)
Wo tue ich das Gute zögerlicher, weil ich fürchte, dass andere kritisch zusehen?

(Reflexionsfrage 2)
Gibt es etwas an mir, das ich am liebsten verstecken würde? Was würde sich ändern, wenn ich mich damit jemandem anvertrauen dürfte?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Moment, in dem Jesus den Mann auffordert, seine Hand auszustrecken.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.