Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Im Schatten eines Baumes sitzt Jesus mit seinen Leuten zusammen. Er betrachtet ihre Gesichter. Er sieht verkniffene Mienen und Stirnrunzeln. Manche haben heute übereinander geredet, leise geurteilt, den einen oder anderen mit einem Blick abgeschrieben. Es herrscht Stille. Dann beginnt Jesus in Bildern zu sprechen. Er erzählt von Menschen, die nichts sehen können und dennoch versuchen, einander zu führen. Er redet von Augen, in denen mal ein winziger Splitter steckt und mal ein ganzer Balken. Es geht ums Hinschauen, zuerst auf sich selbst. Ich stelle mir vor, wie ich mich in die Runde dazusetze. Ich schaue mich selbst in Ruhe an, betrachte mein Gesicht und blicke in meine eigenen Augen.

(Reflexionsfrage 1)
Bei wem fällt es mir leicht, kleine Fehler sofort zu sehen?
Was übersehe ich dabei vielleicht an mir selbst?

(Reflexionsfrage 2)
Was müsste ich bei mir selbst ehrlich anschauen, bevor ich über jemanden urteile?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Bild vom Splitter und vom Balken im Auge.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.