Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Staubiger Wind weht an diesem Vormittag hier in Galiläa. Ein trockener Wind streift mein Gesicht. Um mich herum murmeln die Leute, einige fordern lautstark ein Zeichen, . Dann hebt Jesus die Hand, und schlagartig wird es stiller.
Seine Worte treffen uns hart – er nennt uns eine böse Generation, und ich spüre wie eine Mischung aus Scham und Verärgerung in mir aufsteigt. Er spricht von Jona und Ninive, von der Königin des Südens, die von weit herkam, um die Weisheit Salomos zu hören. Und dann sagt er leise, fast beiläufig: Hier ist mehr als Salomo, hier ist mehr als Jona. - Ich schlucke, denn plötzlich spüre ich, was er meint – er selbst ist das Zeichen, er steht ja direkt vor uns, und wir fordern trotzdem noch etwas anderes. Nun breitet sich Unbehagen in meiner Brust aus, denn ich frage mich, ob ich eigentlich wirklich höre – oder nur ein Spektakel erwarte. Die Menschen um mich herum wirken plötzlich unruhig, und auch ich weiß nicht, ob ich näher rücken oder still zurücktreten soll.

(Reflexionsfrage 1)
Wo waren für mich Momente im Leben, wo ich einen Schritt gewagt habe, der mich näher zu Gott geführt hat?

(Reflexionsfrage 2)
Wann war ich das letzte Mal in meinem Leben an einem Punkt, wo ich mich verbundener mit mir selbst und mit Gott gefühlt habe?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Worte Jesu, dass es kein anderes Zeichen geben wird..

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.