Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, dass ich ein Gleichnis Jesu betrachte. --- Ich nehme mich wahr, wie ich in dieser Welt stehe. Ich nehme wahr, wie ich verbunden bin mit zahllosen Menschen in meinem Leben. Viele sind mir fremd, sie sind nur am Rand meines Gesichtsfeldes unscharf zu sehen. Einige stehen mir nah. Wenige umarmen mich. Fest. Verbunden. Liebend. --- Ich schaue an mir herunter und erkenne große, mächtige Schultern unter mir. Zwei Schultern, die eng aneinanderstehen. In der Mitte ich. Es sind die Schultern meiner Eltern. Ich beuge mich vor und blicke weiter hinab: auch sie sitzen auf Schultern. Endlos. Schultern auf Schulter. --- Da fällt über mir ein kleines, flackerndes Licht an mir vorbei in die Tiefe. Er leuchtet die Menschen, die Zeiten aus. Eigentlich unmöglich, doch sehe ich aus der Ferne leuchten, wie Gottes atemvolle Hände in die Erde greifen und Adam formen und wachsen und lebendig werden lassen.
Ich spüre, wie dieser göttliche Samen seine Triebe bis zu mir hindurch zieht.

(Reflexionsfrage 1)
Wo kann ich nisten?

(Reflexionsfrage 2)
Wer kann bei mir nisten?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den kurzen inneren Moment des Überlegens Jesu, bevor er die passenden Bildworte findet.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.