Reflexion

Verbunden mit dem Päpstlichen Werk für geistliche Berufe und allen Menschen, die einfach beten, beginne ich mein Gebet im Namen des Vaters und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Amen.

Auf dem Berg der Verklärung erstrahlt Jesus in hellem Licht. Das Licht Gott leuchtet auch in den Nächten unserer Angst und erhellt unser Leben. „Christus, dein Licht verklärt uns’re Schatten, lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht.
Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.“
“Mutig, mutig!“, so eine ältere Ordensschwester zu jungen Freiwilligen, die als „Missionare auf Zeit“ in die weite Welt aufbrachen. Jeder Aufbruch braucht Mut, vielleicht auch Abenteuerlust und Kraft. Die drei Jünger sind ebenso mit Jesus mutig zum Gipfel der Verklärung aufgestiegen und wurden mit etwas Wunderbarem belohnt.

Immer fühlten sich Christen vom Evangelium gedrängt, Gottes Liebe den Menschen in Wort und Tat zu verkünden. Denn: „Das Wort ist wie ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint.“ (2 Petr 1,19) – wie es im zweiten Brief des Apostels Petrus heißt. Dieser „finstere Ort“ kann das eigene Herz sein oder Menschen in Not, die mein Zuhören und meine Für-Sorge brauchen. In all das hinein kann Gottes Wort heilsam sprechen und
Wandlung bewirken, Licht schaffen in großer Dunkelheit.
Beten wir heute für alle, die einen Neuanfang wagen möchten, aber besonders für die Missionarinnen und Missionare, die mit Menschen anderer Herkunft und Kulturen in Beziehung treten und Gottes Spuren im Miteinander auf Augenhöhe entdecken. Denn wie sagte Leonardo Boff: „Gott kommt früher als der Missionar.“ Er ist überall und in allem präsent.

Fürbitten
Unser Herr Jesus Christus ist der geliebte Sohn des Vaters und macht uns zu Geschwistern im Glauben. Voll Vertrauen bitten wir ihn:
Für Priester, Ordenschristen und alle, die ihr Leben dir geweiht haben: Stärke und erhalte sie in der Liebe zu dir und den Menschen.
Für die Missionarinnen und Missionare, die mutig aufgebrochen sind, um in fremden Kulturen deine Liebe erfahrbar zu machen: Schenke ihnen Freude in ihrem Dienst und Kraft, auch Schweres durchzutragen.
Für die jungen Menschen, die oft nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen: Zeige ihnen Wege, wie sie ihre Gaben einsetzen und dadurch dich, ihre Berufung und ihr Glück finden können.
Für alle, die Verantwortung in Politik und Wirtschaft, in Kirche und Gesellschaft tragen: Gib ihnen Mut und festen Willen, sich für eine friedvolle und gerechte Welt einzusetzen.
Für alle, die an ihrem Leid schwer zu tragen haben: Lass sie dein Licht sehen und deine liebende Nähe spüren, damit sie wieder Vertrauen in das Leben finden.

Das Jahresgebet 2026
Wir beugen die Knie vor dir, unserem Schöpfer, der du ein Freund bist von allem, was lebt. Wandle unsere Armut durch deinen Reichtum, und lass unseren Glauben an Kraft und Stärke zunehmen.
A: Ewiger Christus, Hirt deiner Kirche, wohne Du in unseren Herzen.
In deiner Liebe verwurzelt und allein auf sie gegründet, lass uns deiner Zuwendung vertrauen, die ohne Maß ist und alle Erkenntnis übersteigt.
Der du in uns viel mehr tun kannst, als wir erbitten oder uns ausdenken können, lass uns dich in allen Generationen anbeten und verherrlichen. Vor hundert Jahren hast du dir unsere Gebetsgemeinschaft geformt. In dankbarer Freude preisen wir deine Güte und Treue.
A: Ewiger Christus, Hirt deiner Kirche, …
Wir rufen zu dir in liebender Sorge um dein Volk, dem du Hirten versprochen hast. Die Not ist groß, Glaube und Frieden schwinden. Erwecke Frauen und Männer als Diener deiner Kirche. Entzünde in vielen jungen Menschen den Wunsch, in allem dich zu suchen und zu lieben.
A: Ewiger Christus, Hirt deiner Kirche, …
Du selbst formst das Lob unserer Münder und Herzen, und es ist unsere Freude, dass wir dir danken dürfen. Segne dein Volk, segne alle die in deinem Dienst stehen und lass uns dich preisen, bis wir dich schauen in Ewigkeit. Amen.
A: Ewiger Christus, Hirt deiner Kirche, …