Reflexion
Gebetsanliegen des Papstes im September
Verbunden mit dem Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes und allen Menschen, die einfach beten, beginne ich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Im September bittet der Heilige Vater besonders, um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.
In seiner Enzyklika MAGNIFICA HUMANITAS schreibt Papst Leo:
„Im Zentrum der christlichen Sicht des Menschen steht die großartige Aussage, dass Mann und Frau als Bild und Abbild des dreifaltigen Gottes geschaffen sind. Von seinem Wesen her auf Beziehung ausgerichtet, ist jeder Mensch von Gott daraufhin erdacht und gewollt, in Gemeinschaft mit ihm, mit den anderen und mit der Schöpfung zu treten. Seine Würde hängt nicht von seinen Fähigkeiten, seinem Reichtum oder der Position ab, die er einnimmt, noch von den richtigen oder falschen Entscheidungen, die er trifft, vielmehr ist sie ein Geschenk, das ihm vorausgeht und ihn übersteigt, und Ausdruck der nie endenden Liebe Gottes ist. Deshalb bleibt der Mensch immer der »Weg der Kirche« und die Mitte jedes authentischen Weges einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung. […]
»Unter den vielfältigen Aspekten des Gemeinwohls kommt dem Prinzip der allgemeinen Bestimmung der Güter unmittelbare Bedeutung zu.« Dieses Prinzip [der katholischen Soziallehre] erinnert uns vor allem daran, dass Gott die Güter der Erde – Boden, Wasser, Luft, natürliche Ressourcen – der gesamten Menschheitsfamilie geschenkt hat, damit sie allen heute und in Zukunft zum Leben gereichen, und dass alle ein ursprüngliches Recht auf die Nutzung dieser Güter haben. Der heilige Johannes Paul II. erinnerte daran, dass »Gott […] die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt [hat], ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf dass sie alle seine Mitglieder ernähre«. Folglich »entspricht es nicht Gottes Plan, mit dieser Gabe so umzugehen, dass nur einige wenige von ihren Vorteilen profitieren«. Heute sind wir aufgerufen anzuerkennen, dass diese allgemeine Bestimmung nicht nur die materiellen Güter betrifft, sondern auch die immateriellen und kulturellen Güter.
Es gibt ein Recht auf Privateigentum, das seinen Sinn und seine eigene Funktion hat, aber stets der allgemeinen Bestimmung der Güter untergeordnet ist. Nach Johannes Paul II. ist diese Unterordnung die goldene Regel des sozialen Verhaltens und das »Grundprinzip der ganzen sozialethischen Ordnung«. Die Tradition der Kirche hat im Eigentum ein Mittel gesehen, Güter so zu bewahren und zu verwalten, dass sie dem Gemeinwohl besser dienen können. Da »die christliche Tradition […] das Recht auf Privatbesitz niemals als absolut und unveräußerlich anerkannt« hat, darf seine soziale Funktion nicht als bloße theologische Meinung betrachtet werden, sondern als eine sichere Lehre der Kirche, die bereits in der Heiligen Schrift und bei den Kirchenvätern zu finden ist. Aus diesem Grund hat Papst Franziskus daran erinnert, dass tief gelebte Solidarität auch bedeutet, »dem Armen das zurückzugeben, was ihm zusteht«.
[…] Die Sorge um das gemeinsame Haus und die Verantwortung gegenüber den Armen und den künftigen Generationen [erfordern], dass die Nutzung der Güter der Schöpfung und der neuen Möglichkeiten, die die Technik bietet, so geregelt wird, dass die Umwelt geachtet, Verschwendung vermieden und neue Formen der Ausbeutung verhindert werden.”
Genau wie andere Güter der Schöpfung ist das Wasser ein Geschenk, kein Besitz.
Gehe ich mit Sorgfalt mit diesem Geschenk um? Nutze ich es mit Dankbarkeit?
Sich für die gerechte Verteilung von Wasser einzusetzen, kann bedeuten, die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Wie solidarisch lebe ich meinen Alltag mit Menschen, denen Wasser fehlt? Zeige ich dies in meinem Umgang? Fühle ich mich verbunden mit der Erde und mit meinen Geschwistern?
Das Wasser ist eine Quelle des Lebens. Wofür danke ich in meinem Leben?
Im September beten wir mit Papst Leo, um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.
Ich nehme mir einen Augenblick, um für die Menschen zu beten, denen der Zugang zu frischem Wasser verwehrt bleibt – oft aus wirtschaftlichen und egoistischen Gründen. Ich vergegenwärtige mir auch die vielen Menschen, die sich politisch und in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzen für gerechte Zugangswege zu Trinkwasser weltweit.
Ich bete um eine Haltung der Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung.
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr des Lebens,
Du hast uns das Geschenk des Wassers gegeben,
Quelle von Fruchtbarkeit, Frische und Hoffnung.
Es stillt den Durst, lässt die Erde fruchtbar werden und heilt Wunden.
Wir danken Dir, denn es ist auch ein Zeichen Deiner Gnade und Deiner Liebe,
die uns im Sakrament der Taufe erneuert.
Heute bitten wir Dich, uns zu lehren, dieses Geschenk zu bewahren
mit Dankbarkeit, Gerechtigkeit und Verantwortung.
Wir bitten Dich um Vergebung, dass wir es zur Ware gemacht haben,
und vergessen haben, dass es ein universelles Geschenk ist,
ein grenzenloses Recht, bestimmt für alle Deine Kinder.
Mit Schmerz sehen wir so viele Brüder und Schwestern,
die kein sauberes Wasser haben,
die kilometerweit gehen müssen, um es zu finden,
die durch seinen Mangel krank werden.
Dein Geist verwandle uns zu Pilgern des Wesentlichen,
fähig, einfach und maßvoll zu leben,
Verschwendung und Verschmutzung zu benennen,
das Recht jedes Menschen zu verteidigen,
ohne Angst und ohne Ungleichheit trinken zu können.
Lass unsere Sorge um das Wasser
ein Zeichen der Liebe zum Schöpfer sein
und ein Einsatz für das Leben der Ärmsten, dass neue Generationen lernen, die Ressourcen der Erde zu schätzen und zu schützen.
Amen.
Verbunden mit dem Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes und allen Menschen, die einfach beten, beginne ich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Im September bittet der Heilige Vater besonders, um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.
In seiner Enzyklika MAGNIFICA HUMANITAS schreibt Papst Leo:
„Im Zentrum der christlichen Sicht des Menschen steht die großartige Aussage, dass Mann und Frau als Bild und Abbild des dreifaltigen Gottes geschaffen sind. Von seinem Wesen her auf Beziehung ausgerichtet, ist jeder Mensch von Gott daraufhin erdacht und gewollt, in Gemeinschaft mit ihm, mit den anderen und mit der Schöpfung zu treten. Seine Würde hängt nicht von seinen Fähigkeiten, seinem Reichtum oder der Position ab, die er einnimmt, noch von den richtigen oder falschen Entscheidungen, die er trifft, vielmehr ist sie ein Geschenk, das ihm vorausgeht und ihn übersteigt, und Ausdruck der nie endenden Liebe Gottes ist. Deshalb bleibt der Mensch immer der »Weg der Kirche« und die Mitte jedes authentischen Weges einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung. […]
»Unter den vielfältigen Aspekten des Gemeinwohls kommt dem Prinzip der allgemeinen Bestimmung der Güter unmittelbare Bedeutung zu.« Dieses Prinzip [der katholischen Soziallehre] erinnert uns vor allem daran, dass Gott die Güter der Erde – Boden, Wasser, Luft, natürliche Ressourcen – der gesamten Menschheitsfamilie geschenkt hat, damit sie allen heute und in Zukunft zum Leben gereichen, und dass alle ein ursprüngliches Recht auf die Nutzung dieser Güter haben. Der heilige Johannes Paul II. erinnerte daran, dass »Gott […] die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt [hat], ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf dass sie alle seine Mitglieder ernähre«. Folglich »entspricht es nicht Gottes Plan, mit dieser Gabe so umzugehen, dass nur einige wenige von ihren Vorteilen profitieren«. Heute sind wir aufgerufen anzuerkennen, dass diese allgemeine Bestimmung nicht nur die materiellen Güter betrifft, sondern auch die immateriellen und kulturellen Güter.
Es gibt ein Recht auf Privateigentum, das seinen Sinn und seine eigene Funktion hat, aber stets der allgemeinen Bestimmung der Güter untergeordnet ist. Nach Johannes Paul II. ist diese Unterordnung die goldene Regel des sozialen Verhaltens und das »Grundprinzip der ganzen sozialethischen Ordnung«. Die Tradition der Kirche hat im Eigentum ein Mittel gesehen, Güter so zu bewahren und zu verwalten, dass sie dem Gemeinwohl besser dienen können. Da »die christliche Tradition […] das Recht auf Privatbesitz niemals als absolut und unveräußerlich anerkannt« hat, darf seine soziale Funktion nicht als bloße theologische Meinung betrachtet werden, sondern als eine sichere Lehre der Kirche, die bereits in der Heiligen Schrift und bei den Kirchenvätern zu finden ist. Aus diesem Grund hat Papst Franziskus daran erinnert, dass tief gelebte Solidarität auch bedeutet, »dem Armen das zurückzugeben, was ihm zusteht«.
[…] Die Sorge um das gemeinsame Haus und die Verantwortung gegenüber den Armen und den künftigen Generationen [erfordern], dass die Nutzung der Güter der Schöpfung und der neuen Möglichkeiten, die die Technik bietet, so geregelt wird, dass die Umwelt geachtet, Verschwendung vermieden und neue Formen der Ausbeutung verhindert werden.”
Genau wie andere Güter der Schöpfung ist das Wasser ein Geschenk, kein Besitz.
Gehe ich mit Sorgfalt mit diesem Geschenk um? Nutze ich es mit Dankbarkeit?
Sich für die gerechte Verteilung von Wasser einzusetzen, kann bedeuten, die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Wie solidarisch lebe ich meinen Alltag mit Menschen, denen Wasser fehlt? Zeige ich dies in meinem Umgang? Fühle ich mich verbunden mit der Erde und mit meinen Geschwistern?
Das Wasser ist eine Quelle des Lebens. Wofür danke ich in meinem Leben?
Im September beten wir mit Papst Leo, um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.
Ich nehme mir einen Augenblick, um für die Menschen zu beten, denen der Zugang zu frischem Wasser verwehrt bleibt – oft aus wirtschaftlichen und egoistischen Gründen. Ich vergegenwärtige mir auch die vielen Menschen, die sich politisch und in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzen für gerechte Zugangswege zu Trinkwasser weltweit.
Ich bete um eine Haltung der Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung.
Um auch im Alltag in der Verbindung zu Gott zu bleiben und das Gebetsanliegen des Papstes wachzuhalten, kann mir die App Click To Pray eine Hilfe sein.
Zum Abschluss meines Gebetes bete ich das Gebet des Monats.
Gebet des Monats
Herr des Lebens,
Du hast uns das Geschenk des Wassers gegeben,
Quelle von Fruchtbarkeit, Frische und Hoffnung.
Es stillt den Durst, lässt die Erde fruchtbar werden und heilt Wunden.
Wir danken Dir, denn es ist auch ein Zeichen Deiner Gnade und Deiner Liebe,
die uns im Sakrament der Taufe erneuert.
Heute bitten wir Dich, uns zu lehren, dieses Geschenk zu bewahren
mit Dankbarkeit, Gerechtigkeit und Verantwortung.
Wir bitten Dich um Vergebung, dass wir es zur Ware gemacht haben,
und vergessen haben, dass es ein universelles Geschenk ist,
ein grenzenloses Recht, bestimmt für alle Deine Kinder.
Mit Schmerz sehen wir so viele Brüder und Schwestern,
die kein sauberes Wasser haben,
die kilometerweit gehen müssen, um es zu finden,
die durch seinen Mangel krank werden.
Dein Geist verwandle uns zu Pilgern des Wesentlichen,
fähig, einfach und maßvoll zu leben,
Verschwendung und Verschmutzung zu benennen,
das Recht jedes Menschen zu verteidigen,
ohne Angst und ohne Ungleichheit trinken zu können.
Lass unsere Sorge um das Wasser
ein Zeichen der Liebe zum Schöpfer sein
und ein Einsatz für das Leben der Ärmsten, dass neue Generationen lernen, die Ressourcen der Erde zu schätzen und zu schützen.
Amen.