Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Wäre ich Gutsbesitzer mit einem Weinberg: Wie groß, in welchen Farben und mit welchen Düften stelle ich ihn mir vor? In was für einer Gegend wäre er situiert? Und wie stelle ich mir seine reifen Früchte vor? Je schöner ich mir den Weinberg vorstellen kann, umso besser verstehe ich die Liebe und Sorge des Gutsbesitzers um ihn. Gleichzeitig stelle ich mir die Winzer vor, die diesen Weinberg gepachtet haben. Nun benehmen sie sich, als ob die Früchte darin ihnen allein gehören würden. Womöglich war das nicht von Anfang an so. Aber irgendwann kam das Gift des Egoismus in ihre Gruppe. Und plötzlich war man bereit, die Früchte mit Mitteln der Gewalt für sich zu beanspruchen. Ich stelle mir die Gruppe der gewalttätigen Winzer gegenüber dem Gutsherrn und seinen Knechten vor.
Ich überlege mir, mit welcher Kraft sie auf die Diener losgehen und wie wenig Gnade sie walten lassen. Und ich stelle mir vor, was der Gutsherr dabei empfinden muss.

(Reflexionsfrage 1)
Kenne ich Situationen, in denen ein egoistisches Verlangen auch in mir hochsteigt?
Oder Momente, wo ich anderen nicht das gab, was ihnen eigentlich zusteht?

(Reflexionsfrage 2)
Gebe ich im Alltag meinen Mitmenschen in dieser Welt immer das, was ihnen zusteht?
Gebe ich Gott in meinem Alltag das, was Gott zusteht?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das, was mit dem Reich Gottes geschehen wird.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.