Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir vor, wie ich in einem unbekannten Bett erwache. Mein Körper schmerzt an mehreren Stellen. An meinen Armen, Beinen und der Schulter und dem Bauch bemerke ich mehrere Verbände, die jemand über meine schmerzenden Wunden angebracht hat. Vage erinnere ich mich an den Überfall, bei dem sie mich halbtotschlugen und wie ich zu Boden fiel. Nun liege ich in diesem fremden Bett und weiß nicht, wer mich versorgt und hierhergebracht hat. Da bemerke ich plötzlich einen Fremden, der auf einem Stuhl in der Ecke des kleinen Zimmers sitzt. Er sei der Besitzer dieser Gaststätte, in der ich mich befände, sagt er. Und hätte dieser eine Fremde mich nicht gefunden, wäre ich nicht mehr am Leben, fügt der Wirt hinzu. Dieser sei zwar ein Samariter, aber offenbar habe er ein gutes Herz gehabt. Gezahlt sei auch schon für mich. Ich höre die Worte und es durchfährt meinen ganzen Körper: Ein Mann aus einem fremden und abtrünnigen Volk soll mich gerettet haben?

(Reflexionsfrage 1)
Was würde ich dem barmherzigen Samariter sagen wollen, wäre ich an der Stelle des Verletzten gewesen?

(Reflexionsfrage 2)
Begegne ich in meinem Alltag manchmal barmherzigen Samaritern? Ist es mir aufgefallen in dem Moment? Kann ich Dankbarkeit ausdrücken?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Auftrag Jesu, den er am Ende zum Gesetzeslehrer spricht.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.