Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Es klopft bei mir spät in der Nacht. Ich sehe einen guten Freund vor meiner Tür, der unvorhergesehen bei mir um Hilfe bittet. Vielleicht eine Panne, vielleicht wegen Problemen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestrandet, vielleicht gab es einen Notfall.
Jedenfalls steht er hier und er ist hungrig. Ich wollte erst morgen einkaufen: Meine Vorräte sind komplett aufgebraucht. Natürlich könnte ich meinen Freund auch vertrösten mit einem Glas Leitungswasser. Aber bringe ich das übers Herz? Ich könnte natürlich bei den Nachbarn im dritten Stock nachfragen, ob sie etwas zu essen hätten. Aber da müsste ich extra hochgehen und klingeln. Es ist bereits Mitternacht. Die werden bestimmt schon schlafen.
Ich stelle mir jetzt bereits das ärgerliche Gesicht vor. Und was, wenn sie mir nichts geben können? Oder nichts geben wollen? Aber mein Freund hat entsetzlichen Hunger.
Ich kann ihn doch nicht so stehen lassen. Es bringt nichts: Ich muss mich überwinden und die Bitte aussprechen.

(Reflexionsfrage 1)
Wann habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich in Verzweiflung etwas erbeten musste, und es wurde mir gegeben?

(Reflexionsfrage 2)
Wie gehe ich damit um, wenn andere verzweifelt an meine Tür klopfen und etwas von mir erbitten?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das, was der Vater im Himmel tun wird.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.