Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich gehe mit Jesus und vielen anderen auf das Stadttor von Naïn zu. Da kommt uns ein Trauerzug entgegen. Auf der Bahre liegt ein junger Mann, dahinter geht seine Mutter, eine Witwe. Mit ihrem Sohn hat sie alles verloren, was ihr geblieben war. Ich höre die Klagerufe, sehe die müden Schritte der Träger und den Staub auf der Straße. Die beiden Züge treffen aufeinander, das Leben und der Tod. Jesus bleibt stehen. Sein Blick ruht auf der Frau, und ich sehe, wie sehr ihn ihr Schmerz berührt. Ich bleibe in seiner Nähe und schaue mit ihm auf sie.

(Reflexionsfrage 1)
Wessen Leid geht mir zurzeit nahe? Was löst es in mir aus, wenn ich diesem Menschen innerlich nahe bin?

(Reflexionsfrage 2)
Wann hat jemand mein Weinen wahrgenommen und ist nicht daran vorbeigegangen? Was hat das damals mit mir gemacht?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, wie Jesus die Mutter ansieht, bevor er handelt, und wie sein Mitleid ihn in Bewegung setzt.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.