Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich sehe vor meinem inneren Auge die Landschaft Galiläas. Ein Hügel erhebt sich in der Nähe des See Genezareth’. Nun hatte ich auch endlich Zeit gefunden, mich auf den Weg zu machen, um diesen Jesus aus Nazareth zu sehen. Viele, die durch meinen Heimatort gekommen waren, hatten von seinen starken Worten und seinen mächtigen Taten berichtet, wie sie in diesen Tagen eigentlich nicht mehr vorzukommen pflegen. --- Mit vielen anderen sind wir heute zusammengekommen. Jesus redet zu uns. Ich spüre die Kraft seine Worte. Seine Ermutigung, in meiner Armut vor Gott selig zu sein, ließ mein Herz leicht werden. --- Doch Jesu Tonfall hat sich verändert. Es ist eine Mahnung hinzugekommen, die mein Herz aufhorchen lässt, die mein Herz unterscheiden lässt, ob ich diese Armut wirklich auch vor mir und Gott zu leben bereit bin.

(Reflexionsfrage 1)
Tröstet es mich, dass Gott, mein himmlischer Vater, nach Jesu Wort vor allem auf das Verborgene achtet?

(Reflexionsfrage 2)
Mit welchem Gesichtsausdruck – vielleicht mit einem Aschekreuz auf der Stirn – möchte ich heute den Menschen begegnen?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den anklagenden Ton Jesu im Wort “Heuchler” und nehme wahr, wie mich das Wort trifft.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.