Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Vor meinem inneren Auge nehme ich langsam aus dem Dunkeln einen schwachen Schein einer kleinen Flamme wahr. Mit jedem Atemzug wird sie etwas deutlicher und wächst. Sie wird zu einem kleinen Feuer. Ich erkenne eine kleine Feuerstelle in einem niedrigen, dunklen Haus. Durch das kleine Fenster scheint nur der Mond herein und durch die kalte Luft bewegt den Vorhang vor der Tür, die die Nacht aussperren soll. --- Vor dem Feuer kniet eine junge Frau, die Haare sind von einem grauen Tuch zusammengebunden. Der grobe Stoff ihres braunen Kleides muss sie kratzen, aber sie scheint es nicht mehr zu spüren. Sie beugt sich zum Feuer und prüft, ob es die Nacht als Glut durchbrennen wird und ob sie es am Morgen schnell wieder entfachen kann. --- Ohne jegliches Geräusch löst sich der Vorhang in gleißendes Licht auf und bauscht sich nach vorn. Aus dem hellen Licht tritt deutlich eine menschliche Gestalt heraus, doch Maria, die junge Frau, weiß sofort, dass dies kein Mensch ist. Das Licht legt sich wie ein Mantel um die Gestalt. --- Als sich sein Mund öffnet, steht die Welt für einen Moment still. Nur das Feuer glimmt noch zart und erlischt nicht.

(Reflexionsfrage 1)
Wie trifft mich das Wort “Begnadete” / “Begnadeter”, wenn es vom Egel an mich gerichtet wäre?

(Reflexionsfrage 2)
Fühle ich mich bereit, Magd / Knecht des Herrn zu sein?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Moment, in dem Maria des Engels gewahr wird.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.