Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. Ich achte auf meinen Atem. Ich habe mir bewusst, dass ich in der Betrachtung Jesus und seinen Jüngern begegnen werde. --- Im Dunkeln nehme ich das Pfeifen und Peitschen des Windes wahr. Immer mehr Schaumkronen der Wellen tauchen auf. Eisig ist die Luft. Auf dem Wasser wird ein kleines Boot hin- und hergeworfen. Es ist zum Spielball der Naturgewalten geworden. Die Jünger darin schreien laut und fluchen leise in sich hinein. --- Aus dem Nichts schreitet Jesus über die Wellen. Sein Gewand leuchtet. Die Wellen bauen ihm eine Brücke, sodass er nicht einsinkt. Jesus spricht zu seinen Jüngern mit ruhiger Stimme. Die Jünger verstehen ihn klar und deutlich, obwohl der Wind nichts an Kraft verloren hat. --- Nach den Worten Jesu setzt Petrus seinen Fuß aufs Wasser. Es trägt. Es trägt ihn. Es trägt ihn weiter. Doch dann fällt sein Vertrauen in sich zusammen. Er sinkt. Er sinkt schnell. Er wird von Jesus gehalten. Jesu und Petri Blick treffen sich. Die Welt steht still. --- Der Sturm hat sich gelegt. Das Boot liegt ruhig auf dem Wasser. Die Jünger können kaum verstehen, was sie gerade erlebt haben.

(Reflexionsfrage 1)
Gab es Momente, in denen ich nicht glauben konnte, dass Gott mir entgegenkommt?

(Reflexionsfrage 2)
Welcher heftige Wind in meinem Leben macht mir Angst?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das nachgebende Wasser unter Petrus.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.