Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, dass ich in der Betrachtung Zuschauer eines fernen Geschehens werde. --- Ich vor meinem inneren Auge einen großen dunkeln Raum, gleich einer Theaterbühne wahr. Ein hohes Podest mit einem von mir abgewandtem Thron taucht im langsam zunehmenden Licht auf. Der Geruch von feinsten Speisen und gewürztem Wein erfüllt den Raum. Wie aus der Ferne höre ich Trommeln, Flöten und Gesang. --- Der Thron dreht sich langsam herum und gibt mir den Blick auf einen Mann frei. Die feien, königlichen Gewänder passen überhaupt nicht zu dem alten, vom Leben gezeichneten, in sich zusammengesunkenen Mann. Seine müden Augenlider heben sich unendlich langsam und unsere Blicken treffen sich. Ich schaue in Herodes Seele hinein.

(Reflexionsfrage 1)
Gibt es in meinem Leben auch einen Menschen, der den Finger in eine Wunde in meinem Leben gelegt hat?

(Reflexionsfrage 2)
Habe ich mich auch schon einmal leichtfertig durch ein vollmundiges Versprechen gebunden?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Wechselbad der Gefühle bei Herodes.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.