Biblische Betrachtung zu Berufung
Ich komme zur Ruhe.
Und richte mich ein, dass ich die nächsten fünf und zwanzig Minuten gut so verweilen kann.
Ich nehme meine Füße wahr. Wie sie den Boden berühren.
Gehe dann mit meiner Aufmerksamkeit langsam meinen Körper entlang. Nach oben. Die Beine.
Ich nehme das Gesäß wahr und entspanne mich.
Ich nehme meine Wirbelsäule wahr. Wie sie sich aufrichtet und doch entspannt ist.
Ich stelle mir vor, wie der Kopf an einem Faden zur Decke hin ganz leicht aufgehängt ist.
Aufrecht und entspannt.
Ich lasse meine Arme los und meine Schultern.
Und bin ganz da.
Ich mache mir bewusst Gott ist hier gegenwärtig. Liebevoll. Aufmerksam.
Um dich, bitte. Guter Gott, Öffne mein Herz, damit ich dich in deinem Wort finde und mich von dir rufen lasse.
Ich stelle mir eine Szene am Ufer des Sees von Genezareth vor.
Es ist morgen. Das Wasser glitzert im Licht.
Die Fischer sind müde. Sie waschen ihre Netze.
Eine Menschenmenge drängt sich, um Jesus, um ihn zu hören.
Ich bin dort.
Vielleicht stehe ich am Ufer.
Vielleicht bin ich selbst einer der Fischer.
Versuche, den Boden unter den Füßen wahrzunehmen. Die Steine, die da sind.
Ich stelle mir die Menschen vor in ihren Kleidern. Die Fischer.
Ich spüre die frische Morgenluft, die meine Haut berührt.
Ich bin ganz da. Zurzeit Jesu in Genezareth.
Und höre nun den Text in seiner vollen Länge:
Als Jesus am See Genezareth stand, drängte sich das Volk, um ihn, um das Wort Gottes zu hören.
Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Er stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück vom Land wegzufahren.
Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus.
Simon antwortete ihm Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.
Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.
Das taten sie, und sie fingen eine große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten.
Sie winkten ihren Gefährten im anderen Boot. Sie sollten kommen und mit anpacken.
Sie kamen und sie füllten beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen.
Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.
Den Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter erfasst über den Fang, den sie gemacht hatten.
Ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten.
Da sagte Jesus zu Simon Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.
Ich lasse die Worte und die Szene in mich einsickern.
Vielleicht wiederholt sich ein Satz innerlich in mir, eine Szene oder eine Stimmung, die mich besonders angesprochen hat.
Wenn ich die ganze Szene anschaue, gibt es da eine Sehnsucht in mir?
Um was möchte ich Gott bitten?
Ich lasse die Szene noch einmal lebendig werden. Mit allen Sinnen.
Das Glitzern des Wassers, die leeren Netze, die müden Gesichter.
Jesus, der im Boot steht.
Seine klaren Worte. Zuerst zu der Menge und dann zum Simon:
Fahre hinaus, wo es tief ist und werft eure Netze zum Fang aus.
Dann die Hektik und die Spannung, als plötzlich die Netze voll sind.
Und die Reaktion von Petrus.
Die Überraschung, die Ehrfurcht, ja sogar die Angst:
Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.
Und schließlich die beruhigenden Worte Jesu:
Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
Was spricht mich an?
Wo befinde ich mich in der Szene?
Wo hat sich in mir am meisten bewegt?
Ich verweile bei dieser einen Stelle und lasse sie auf mich wirken und komme immer wieder zu ihr zurück.
Ich spreche frei mit Jesus wie mit einem Freund.
Vielleicht habe ich einen Dank oder eine Bitte. Oder eine Klage.
Ich höre in der Stille, was er in meinem Herzen antwortet.
Ich beende das Gespräch mit Jesus und schaue darauf zurück.
Vielleicht war da ein Wort, ein neuer Blick, eine Emotion oder einfach seine stille Nähe.
Ich bewahre diese eine wichtige Sache in meinem Herzen.
Und werde mir der Gegenwart Jesu wieder bewusst.
Jesus schaut mich an, liebevoll und stärkend.
Und ich beende die Gebetszeit und spreche mit Jesus zusammen das Gebet, das er bereits seine Jünger gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.
Und richte mich ein, dass ich die nächsten fünf und zwanzig Minuten gut so verweilen kann.
Ich nehme meine Füße wahr. Wie sie den Boden berühren.
Gehe dann mit meiner Aufmerksamkeit langsam meinen Körper entlang. Nach oben. Die Beine.
Ich nehme das Gesäß wahr und entspanne mich.
Ich nehme meine Wirbelsäule wahr. Wie sie sich aufrichtet und doch entspannt ist.
Ich stelle mir vor, wie der Kopf an einem Faden zur Decke hin ganz leicht aufgehängt ist.
Aufrecht und entspannt.
Ich lasse meine Arme los und meine Schultern.
Und bin ganz da.
Ich mache mir bewusst Gott ist hier gegenwärtig. Liebevoll. Aufmerksam.
Um dich, bitte. Guter Gott, Öffne mein Herz, damit ich dich in deinem Wort finde und mich von dir rufen lasse.
Ich stelle mir eine Szene am Ufer des Sees von Genezareth vor.
Es ist morgen. Das Wasser glitzert im Licht.
Die Fischer sind müde. Sie waschen ihre Netze.
Eine Menschenmenge drängt sich, um Jesus, um ihn zu hören.
Ich bin dort.
Vielleicht stehe ich am Ufer.
Vielleicht bin ich selbst einer der Fischer.
Versuche, den Boden unter den Füßen wahrzunehmen. Die Steine, die da sind.
Ich stelle mir die Menschen vor in ihren Kleidern. Die Fischer.
Ich spüre die frische Morgenluft, die meine Haut berührt.
Ich bin ganz da. Zurzeit Jesu in Genezareth.
Und höre nun den Text in seiner vollen Länge:
Als Jesus am See Genezareth stand, drängte sich das Volk, um ihn, um das Wort Gottes zu hören.
Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Er stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück vom Land wegzufahren.
Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus.
Simon antwortete ihm Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.
Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen.
Das taten sie, und sie fingen eine große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten.
Sie winkten ihren Gefährten im anderen Boot. Sie sollten kommen und mit anpacken.
Sie kamen und sie füllten beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen.
Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.
Den Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter erfasst über den Fang, den sie gemacht hatten.
Ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten.
Da sagte Jesus zu Simon Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.
Ich lasse die Worte und die Szene in mich einsickern.
Vielleicht wiederholt sich ein Satz innerlich in mir, eine Szene oder eine Stimmung, die mich besonders angesprochen hat.
Wenn ich die ganze Szene anschaue, gibt es da eine Sehnsucht in mir?
Um was möchte ich Gott bitten?
Ich lasse die Szene noch einmal lebendig werden. Mit allen Sinnen.
Das Glitzern des Wassers, die leeren Netze, die müden Gesichter.
Jesus, der im Boot steht.
Seine klaren Worte. Zuerst zu der Menge und dann zum Simon:
Fahre hinaus, wo es tief ist und werft eure Netze zum Fang aus.
Dann die Hektik und die Spannung, als plötzlich die Netze voll sind.
Und die Reaktion von Petrus.
Die Überraschung, die Ehrfurcht, ja sogar die Angst:
Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.
Und schließlich die beruhigenden Worte Jesu:
Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen.
Was spricht mich an?
Wo befinde ich mich in der Szene?
Wo hat sich in mir am meisten bewegt?
Ich verweile bei dieser einen Stelle und lasse sie auf mich wirken und komme immer wieder zu ihr zurück.
Ich spreche frei mit Jesus wie mit einem Freund.
Vielleicht habe ich einen Dank oder eine Bitte. Oder eine Klage.
Ich höre in der Stille, was er in meinem Herzen antwortet.
Ich beende das Gespräch mit Jesus und schaue darauf zurück.
Vielleicht war da ein Wort, ein neuer Blick, eine Emotion oder einfach seine stille Nähe.
Ich bewahre diese eine wichtige Sache in meinem Herzen.
Und werde mir der Gegenwart Jesu wieder bewusst.
Jesus schaut mich an, liebevoll und stärkend.
Und ich beende die Gebetszeit und spreche mit Jesus zusammen das Gebet, das er bereits seine Jünger gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.