Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir vor, dass ich als ein Freund Jesu im kühlen Schatten der mächtigen Säulenhallen des Tempels stehe, während das flackernde Licht der Öllampen tanzende Schatten an die steinernen Wände wirft. Ich höre, wie Jesu ruhige, klare Stimme durch die hohen Gewölbe des Tempels hallt. Ich spüre die zunehmend aufgeheizte Atmosphäre, als die Hohenpriester in ihren prächtigen Gewändern nervös in ihren Sandalen von einem Fuß auf den anderen treten. Mit zunehmender Rede röten sich ihre Gesichter und ich kann ihre Empörung sehen. Gleichzeitig sind da die vielen Menschen, die zögerlich mit dem Kopf nicken. Sie spüren, da ist jemand, der Partei für sie ergreift. Die Pharisäer zögern: ihre Blicke wandern zu den einfachen Gläubigen ringsum, deren Schweigen sie daran hindert, nach Jesus zu greifen. In diesem Moment zwischen Empörung und Furcht schwebt die Frage in der Luft: hat der Mann wirklich das Recht, im Namen Gottes zu sprechen?

(Reflexionsfrage 1)

Was spürst du, wenn dir etwas genommen wird, das deine Identität ausmachte?

(Reflexionsfrage 2)

Bist du innerlich frei, dich auf neue Wege einzulassen, die dir Gottes Geist weist?

(Vorbereitung zweites Hören)

Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Jesu Mut und Klarheit in seinem Auftreten.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.