Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Kana in Galiläa: Die Hänge sind mit Weinstöcken bepflanzt. Der Duft reifer Früchte liegt in der Luft.
Plötzlich drängt sich ein Beamter durch die Menge – das Gesicht rot, dunkle Ringe unter den Augen. «Herr, mein Sohn liegt im Sterben! Bitte komm mit mir nach Kafarnaum!» Seine Stimme zittert.
Doch Jesus weigert sich mitzukommen. Er sagt nur: «Geh nach Hause. Dein Sohn lebt.»
Der Vater erstarrt. Schließlich dreht er sich um und kehrt allein nach Kafarnaum zurück – fast zwanzig Kilometer zu Fuß.
Kurz vor seinem Haus stürmen ihm seine Diener entgegen: «Dein Sohn lebt!» Das Fieber war genau in dem Moment verschwunden, in dem Jesus zum Vater gesprochen hatte. Ein Wort Jesu hatte genügt.

(Reflexionsfrage 1)
Jesus erfüllt nicht den Wunsch des Vaters, mit ihm zu kommen. Wie gehe ich damit um, wenn meine Gebete scheinbar unerhört bleiben?

(Reflexionsfrage 2)
«Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund». Was verbinde ich mit diesem Gebet aus der Heiligen Messe? Woran würde ich merken, dass meine Seele gesund ist?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und stelle mir vor, was im Vater vor sich geht, während er allein nach Hause zurückkehrt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.