Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Die Nacht ruht schwer auf Nazareth, einem Dorf in den Hügeln Galiläas. In einer kleinen Kammer flackert eine Öllampe. Josef liegt wach, starrt in die Dunkelheit. Seine Verlobte ist schwanger – doch nicht von ihm. Sein Herz ist zerrissen: Er liebt sie, will sie nicht bloßstellen. Aber wie soll er mit ihr leben? Ohne Aufsehen will er sich von ihr trennen. Mit diesem Entschluss schläft er ein. Da durchbricht Licht seine Finsternis, und eine Stimme macht ihm Mut: „Fürchte dich nicht! Das Kind ist vom Heiligen Geist. Nenne ihn Jesus – er wird sein Volk von aller Schuld befreien.“ Josef erwacht in der Morgendämmerung. Er steht auf und tut, was er jetzt als richtig erkannt hat.

(Reflexionsfrage 1)
Josef will sich zunächst von Maria trennen. Von welchen Menschen habe ich mich in meinem Leben bewusst getrennt? Bin ich im Rückblick immer noch zufrieden mit meiner Entscheidung von damals? Oder wünschte ich heute, ich hätte anders gehandelt?

(Reflexionsfrage 2)
Josef erkennt, was er zu tun hat, und handelt danach – auch wenn er nicht weiß, was daraus werden wird. Wie leicht oder schwer fällt es mir, meinem Gewissen zu folgen, wenn einerseits viel auf dem Spiel steht und andererseits das Ergebnis ungewiss bleibt?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Bedeutung des Namens „Jesus“ – „Gott rettet“: Er befreit uns von aller Schuld.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.