Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Jerusalem beim Laubhüttenfest: Auf den Flachdächern sind provisorische Behausungen aus Zweigen und Palmwedeln aufgebaut. Pilger strömen durch die Gassen. Im Tempel drängen sich Menschen – und mitten unter ihnen, heimlich angereist: Jesus.
Obwohl sie ihn töten wollen, lehrt er öffentlich. Die Leute tuscheln: «Wir wissen doch, woher er stammt! Aber wenn der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt.» Sie ahnen nicht, wie recht sie haben: Sie kennen nur den Mann aus Nazareth. Woher er wirklich kommt – vom Vater im Himmel –, bleibt ihnen verborgen.
Jesus ruft: «Ihr kennt mich, aber den, der mich sandte, kennt ihr nicht!» Da wollen sie ihn greifen – doch noch ist es nicht so weit.

(Reflexionsfrage 1)
Die Leute meinen viel über Jesus zu wissen. Dabei erfassen sie seinen eigentlichen Ursprung nicht. Wo meinte ich zunächst, viel über einen anderen Menschen zu wissen, und musste mir später eingestehen, dass ich ihn nicht wirklich kannte?

(Reflexionsfrage 2)
Jesus kommt von Gott, so das Evangelium. Kann ich daran glauben, dass Gott sich mir in Jesus zeigt?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Zusage Jesu, dass Gott wahrhaftig ist: Er steht treu zu dem, was er uns Menschen verheißt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.