Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich sitze in einer Synagoge. Der Stein unter mir ist kühl. Die Luft ist stiller als draußen. Ein paar Stimmen hallen, aber alles wirkt gedämpft, als würde dieser Raum mich einladen, langsamer zu werden.
Vor mir stehen Menschen, die unruhig sind. Sie möchten ein Zeichen.
Etwas Sicheres. Etwas, das überzeugt.
Und Jesus spricht vom Brot.
Nicht groß. Nicht spektakulär. Nur Brot.
Ich höre das – und merke: Vielleicht geht es gar nicht um Beweise.
Vielleicht geht es um das, was mich wirklich trägt, was mich nährt – still, alltäglich, unscheinbar.
Ich spüre meinen eigenen Hunger, dieses Gefühl, dass mir manchmal etwas fehlt,
ohne dass ich es genau benennen kann.
Und ich frage mich: Vielleicht liegt das Leben nicht im Außergewöhnlichen,
sondern im Einfachen, das ich oft übersehe.

(Reflexionsfrage 1)
Was in meinem Alltag ist wie Brot für mich – etwas, das mich stärkt,
auch wenn es ganz schlicht daherkommt?

(Reflexionsfrage 2)
Wo spüre ich in mir Hunger oder Leere – und kann ich mir vorstellen,
dieses Gefühl Gott einfach hinzuhalten, ohne es sofort erklären zu müssen?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf,
wie Jesus sich selbst als das Brot bezeichnet,
das Leben schenkt.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.