Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich halte für einen Moment inne. Es ist ruhig um mich.
Vielleicht sitze ich einfach auf einem Stuhl. Vielleicht stehe ich am Fenster.
Ich spüre den Boden unter meinen Füßen, meinen Atem im Brustraum.
Und da ist etwas. Kein Gedanke, kein fertiger Satz. Eher wie ein feines Ziehen im Inneren. Eine Richtung. Ein leiser Impuls, der sagt: Bleib da. Oder: Geh weiter.
Oder: Schau noch einmal hin.
Nicht laut. Nicht zwingend. Aber deutlich genug, dass ich es wahrnehmen kann.
Vielleicht ist Gott genau so: kein großer Auftritt, sondern eine stille Kraft,
die mich sanft bewegt. Ein Ziehen, das nicht drängt – sondern einlädt.

(Reflexionsfrage 1)
Welche Kräfte bestimmen meine innere Richtung im Moment – Angst, Gewohnheit, Erwartungen von außen? Oder auch etwas wie Sehnsucht nach Leben und Stimmigkeit?

(Reflexionsfrage 2)
Wo habe ich zuletzt gespürt, dass mich etwas tiefer zum Leben hin zieht – eine Entscheidung, ein Gespräch, ein stiller Augenblick, der mich innerlich weiter gemacht hat?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf dieses stille „Ziehen des Vaters“ – auf die Weise, wie Gott Menschen von innen her bewegt.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.