Ich komme zur Ruhe und nehme eine entspannte, aufrechte Haltung ein.
Ich spüre den Atem, wie er kommt und geht.
Gleich höre ich eine Geschichte aus der Weisheit der Wüstenväter.
Sie spricht von Wachsamkeit des Herzens.
Von einer Lampe, die Licht schenkt, solange sie genährt wird. Und davon, wie Nachlässigkeit das Feuer schwächt, während Achtsamkeit das Licht bewahrt
Wiederum sprach der Altvater Orsisios: Ich bin der Ansicht, wenn der Mensch sein Herz nicht sorgfältig bewacht, dann vergißt er alles, was er gehört hat, und wird nachlässig. Und so findet der Feind einen Ort in ihm und stürzt ihn. Es ist wie mit der Lampe, die, wohl versorgt, Licht spendet, die aber, wenn man sie nicht mit Öl versorgt, allmählich verlöscht und schließlich von der Dunkelheit beherrscht wird. Ebenso: wenn eine Maus in der Nähe ist und um die Lampe herumläuft und den Docht verzehren will, so kann sie es nicht, bevor das Öl verbraucht ist. Wenn sie dann sieht, dass sie nicht nur kein Licht mehr gibt, sondern auch keine Feuerhitze mehr hat, dann will sie den Docht herauszerren und dabei wirft sie die Lampe herab.
Wenn sie aus Ton ist, wird sie zerschlagen, wenn sie aus Erz ist, dann wird sie vom Hausherrn wieder aufgestellt. So ist es auch mit der nachsichtigen Seele: nach und nach zieht sich der Heilige Geist zurück, bis schließlich ihre Wärme erloschen ist. Dann bleibt nur noch übrig, daß der böse Feind die Bereitwilligkeit der Seele aufzehrt, und die Bosheit den Leib verdirbt. Wenn der Mensch aber in seinem Verhalten zu Gott tüchtig ist und nur unversehens in die Nachlässigkeit hineingezogen wird, dann senkt Gott in seiner Erbarmung die Furcht vor ihm ein, samt der Erinnerung an die Strafen, und bereitet ihn zur Besinnung vor und zur Achtsamkeit auf sich in großer Vorsicht, bis zur Stunde seiner Heimsuchung.
Quelle: Apophtegmata Patrum (1956), Herder Verlag
- Welche "Mäuse" (kleine Nachlässigkeiten oder Versuchungen) nagen an meinem geistlichen Leben und rauben mir das innere Licht?
- Wie kann ich mich im Gebet immer wieder neu von Jesus entfachen lassen, damit seine Liebe in mir brennt?
- Wie erlebe ich, dass Jesus mich auch dann aufrichtet, wenn ich geistlich müde oder gefallen bin, wie der Hausherr, der die Lampe wieder aufstellt?
Ich bleibe für 2 Minuten bei dem, was mich besonders angesprochen hat
und lege es still vor Gott hin.
Mit den Worten des heiligen Franziskus,
die er vor dem Kreuz von San Damiano gebetet hat,
beten wir gemeinsam:
Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens und schenke mir rechten Glauben,
sichere Hoffnung und vollkommene Liebe.
Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen,
damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. Amen
Ich spüre den Atem, wie er kommt und geht.
Gleich höre ich eine Geschichte aus der Weisheit der Wüstenväter.
Sie spricht von Wachsamkeit des Herzens.
Von einer Lampe, die Licht schenkt, solange sie genährt wird. Und davon, wie Nachlässigkeit das Feuer schwächt, während Achtsamkeit das Licht bewahrt
Wiederum sprach der Altvater Orsisios: Ich bin der Ansicht, wenn der Mensch sein Herz nicht sorgfältig bewacht, dann vergißt er alles, was er gehört hat, und wird nachlässig. Und so findet der Feind einen Ort in ihm und stürzt ihn. Es ist wie mit der Lampe, die, wohl versorgt, Licht spendet, die aber, wenn man sie nicht mit Öl versorgt, allmählich verlöscht und schließlich von der Dunkelheit beherrscht wird. Ebenso: wenn eine Maus in der Nähe ist und um die Lampe herumläuft und den Docht verzehren will, so kann sie es nicht, bevor das Öl verbraucht ist. Wenn sie dann sieht, dass sie nicht nur kein Licht mehr gibt, sondern auch keine Feuerhitze mehr hat, dann will sie den Docht herauszerren und dabei wirft sie die Lampe herab.
Wenn sie aus Ton ist, wird sie zerschlagen, wenn sie aus Erz ist, dann wird sie vom Hausherrn wieder aufgestellt. So ist es auch mit der nachsichtigen Seele: nach und nach zieht sich der Heilige Geist zurück, bis schließlich ihre Wärme erloschen ist. Dann bleibt nur noch übrig, daß der böse Feind die Bereitwilligkeit der Seele aufzehrt, und die Bosheit den Leib verdirbt. Wenn der Mensch aber in seinem Verhalten zu Gott tüchtig ist und nur unversehens in die Nachlässigkeit hineingezogen wird, dann senkt Gott in seiner Erbarmung die Furcht vor ihm ein, samt der Erinnerung an die Strafen, und bereitet ihn zur Besinnung vor und zur Achtsamkeit auf sich in großer Vorsicht, bis zur Stunde seiner Heimsuchung.
Quelle: Apophtegmata Patrum (1956), Herder Verlag
- Welche "Mäuse" (kleine Nachlässigkeiten oder Versuchungen) nagen an meinem geistlichen Leben und rauben mir das innere Licht?
- Wie kann ich mich im Gebet immer wieder neu von Jesus entfachen lassen, damit seine Liebe in mir brennt?
- Wie erlebe ich, dass Jesus mich auch dann aufrichtet, wenn ich geistlich müde oder gefallen bin, wie der Hausherr, der die Lampe wieder aufstellt?
Ich bleibe für 2 Minuten bei dem, was mich besonders angesprochen hat
und lege es still vor Gott hin.
Mit den Worten des heiligen Franziskus,
die er vor dem Kreuz von San Damiano gebetet hat,
beten wir gemeinsam:
Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens und schenke mir rechten Glauben,
sichere Hoffnung und vollkommene Liebe.
Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen,
damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. Amen