Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich bin in den Abendmahlsaal in Jerusalem mit hineingenommen. Ich sehe eine festlich gedeckte Tafel bei Kerzenschein. Jesus spricht zu den Seinen, er will sie auf sein Leiden, seine Passion vorbereiten. Es ist eine feierliche Stimmung im Raum und zugleich spüre ich die Verunsicherung und Bedrückung der Zuhörenden. Sie erfassen, sie verstehen die Worte Jesu nicht. Immer wieder unterbrechen sie Jesus und fragen nach.

(Reflexionsfrage 1)
Ich lasse die ersten Worte der Rede Jesu auf mich wirken: “Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich.” - Jesus weiß um die Verwirrung, die sich in meinem Herzen einstellen kann, selbst wenn ich fest glauben möchte. Er weiß darum, dass ich oft rast- und ruhelos ich in meinem Inneren bin und er tröstet mich mit einem beruhigenden Bild: Im Hause seines Vaters gibt es viele Wohnungen und eine ist auch für mich vorbereitet. Ein schönes Bild! Ich lasse mich darauf ein und sehe vor meinem inneren Auge eine Wohnungstür aufgehen. Ich höre eine freundliche Stimme sagen: “Tritt ein, komm zur Ruhe.” Vielleicht zögerlich, aber ich trete über die Schwelle schaue mich um, in meiner Wohnung bei Gott.

(Reflexionsfrage 2)
Jesus ist der Weg zum Haus des Vaters, in dem eine Wohnung für mich, genau für mich vorbereitet ist! Jesus, mein Weggefährte zu Gott, der mir Geborgenheit schenken möchte. Bei Gott ein Zuhause haben, wo ich kommen und gehen darf, wo ich sein darf, wie ich bin. Ich bitte Jesus, mich dorthin heute und alle Tage meines Lebens zu begleiten.

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Zusage Jesu, dass er mir Wegweiser und Weggefährte zu Gott sein will.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.