Begleittext
Folge 6
Wahre Freundschaften zeichnen sich durch Nähe aus. Gar nicht immer geht es dabei um geographische Nähe. Mit einem Freund, einer Freundin versuche ich mein Leben zu teilen, über das zu sprechen, was mir am Herzen liegt und für mich Bedeutung hat. Und ich versuche mein Herz auch für den Freund zu öffnen, gemeinsam unterwegs zu sein. Auch die Beziehung zu Jesus Christus lebt aus dieser Nähe, dem Gespräch mit ihm über das, was für mich und mein Leben Bedeutung hat und zu hören, was sein Herz bewegt.
Schritt 6: In Jesus leben
Ich schließe einen Augenblick lang meine Augen, nehme meinen Körper wahr, den Kontakt den ich zum Boden, vielleicht auch zur Sitzfläche habe. Ich werde ruhig und achte auf mein Herz. Wie bin ich jetzt da? Was bewegt sich in mir?
Ich öffne mein Herz, öffne meinen Geist für die Gegenwart Jesu. Sein Herz ist offen für mich. Es schlägt aus Liebe zu mir. Er bildet mein Herz nach dem Bild seines Herzens.
Das Johannesevangelium erzählt von dem Jünger, den Jesus liebte. Er ruht beim letzten Abendmahl an der Brust Jesu und als er mit Petrus am Ostermorgen an das leere Grab kommt, heißt es nur: „er sah und glaubte“ (Joh 20,8). Er ist es auch, der den Auferstandenen am See von Galiläa als erstes erkennt (Joh 21,7). Je näher der Mensch dem Herzen Jesu ist, desto mehr nimmt er seine Freuden und Sorgen für die Menschheit, die Männer, Frauen und Kinder dieser Welt, wahr und erkennt seine Gegenwart, die heute wie gestern in der Welt wirkt.
Das Rauschen des Alltags macht es schwer, wirklich darauf zu achten, was in uns vorgeht. Aber gerade in diesen inneren Bewegungen und in der Resonanz auf die Ereignisse und Begegnungen des Alltags, spricht der Heilige Geist. Alles, was wir erleben, löst etwas in uns aus: Frieden, Freude, Traurigkeit, Hartherzigkeit. Leben in Christus bedeutet, diese inneren Bewegungen wahrzunehmen, sie zu unterscheiden und mehr und mehr die Stimme eines anderen, der mich ruft, zu hören, zu entschlüsseln und ihm zu vertrauen.
Jesus ruft die Menschen, ihm zu folgen. Das beinhaltet ein Risiko, denn es kann bedeuten, meine eigenen Pläne, Wünsche und Träume aus der Hand zu geben: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 20,2) Und sein Geist weht nun mal dort, wo er will (vgl. Joh 3,8). Das Leben in Christus kann bedeuten, den bekannten Hafen zu verlassen und in die Tiefe zu fahren, die eigene Sicherheit aufzugeben und das Unbekannte zu wagen – mit ihm an meiner Seite.
Drei Reflexionsfrage helfen mir, den dritten Schritten auf mein eigenes Leben hin zu vertiefen und mit Jesus in Kontakt zu bleiben. Zu jeder Frage kann ich mir ein paar Notizen machen und mit Jesus Christus darüber in Gespräch kommen.
Welche inneren Regungen sind mir vertraut? Wann nehme ich mir Zeit zum Hören in meinem Alltag?
Wo habe ich es schon mal gewagt, ins Tiefe, ins Unbekannte aufzubrechen?
Wann nehme ich mir Zeit, um bei Jesus zu verweilen?
Gebet
Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, rette mich.
Blut Christi, mache trunken mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich.
Von dir lass nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir zu kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.
Wahre Freundschaften zeichnen sich durch Nähe aus. Gar nicht immer geht es dabei um geographische Nähe. Mit einem Freund, einer Freundin versuche ich mein Leben zu teilen, über das zu sprechen, was mir am Herzen liegt und für mich Bedeutung hat. Und ich versuche mein Herz auch für den Freund zu öffnen, gemeinsam unterwegs zu sein. Auch die Beziehung zu Jesus Christus lebt aus dieser Nähe, dem Gespräch mit ihm über das, was für mich und mein Leben Bedeutung hat und zu hören, was sein Herz bewegt.
Schritt 6: In Jesus leben
Ich schließe einen Augenblick lang meine Augen, nehme meinen Körper wahr, den Kontakt den ich zum Boden, vielleicht auch zur Sitzfläche habe. Ich werde ruhig und achte auf mein Herz. Wie bin ich jetzt da? Was bewegt sich in mir?
Ich öffne mein Herz, öffne meinen Geist für die Gegenwart Jesu. Sein Herz ist offen für mich. Es schlägt aus Liebe zu mir. Er bildet mein Herz nach dem Bild seines Herzens.
Das Johannesevangelium erzählt von dem Jünger, den Jesus liebte. Er ruht beim letzten Abendmahl an der Brust Jesu und als er mit Petrus am Ostermorgen an das leere Grab kommt, heißt es nur: „er sah und glaubte“ (Joh 20,8). Er ist es auch, der den Auferstandenen am See von Galiläa als erstes erkennt (Joh 21,7). Je näher der Mensch dem Herzen Jesu ist, desto mehr nimmt er seine Freuden und Sorgen für die Menschheit, die Männer, Frauen und Kinder dieser Welt, wahr und erkennt seine Gegenwart, die heute wie gestern in der Welt wirkt.
Das Rauschen des Alltags macht es schwer, wirklich darauf zu achten, was in uns vorgeht. Aber gerade in diesen inneren Bewegungen und in der Resonanz auf die Ereignisse und Begegnungen des Alltags, spricht der Heilige Geist. Alles, was wir erleben, löst etwas in uns aus: Frieden, Freude, Traurigkeit, Hartherzigkeit. Leben in Christus bedeutet, diese inneren Bewegungen wahrzunehmen, sie zu unterscheiden und mehr und mehr die Stimme eines anderen, der mich ruft, zu hören, zu entschlüsseln und ihm zu vertrauen.
Jesus ruft die Menschen, ihm zu folgen. Das beinhaltet ein Risiko, denn es kann bedeuten, meine eigenen Pläne, Wünsche und Träume aus der Hand zu geben: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 20,2) Und sein Geist weht nun mal dort, wo er will (vgl. Joh 3,8). Das Leben in Christus kann bedeuten, den bekannten Hafen zu verlassen und in die Tiefe zu fahren, die eigene Sicherheit aufzugeben und das Unbekannte zu wagen – mit ihm an meiner Seite.
Drei Reflexionsfrage helfen mir, den dritten Schritten auf mein eigenes Leben hin zu vertiefen und mit Jesus in Kontakt zu bleiben. Zu jeder Frage kann ich mir ein paar Notizen machen und mit Jesus Christus darüber in Gespräch kommen.
Welche inneren Regungen sind mir vertraut? Wann nehme ich mir Zeit zum Hören in meinem Alltag?
Wo habe ich es schon mal gewagt, ins Tiefe, ins Unbekannte aufzubrechen?
Wann nehme ich mir Zeit, um bei Jesus zu verweilen?
Gebet
Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, rette mich.
Blut Christi, mache trunken mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich.
Von dir lass nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir zu kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.