Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich stehe zwischen den anderen Zuhörern auf dem Marktplatz, als Jesus zu sprechen beginnt. Die Sonne steht hoch am Himmel. Jesus erzählt von einem Mann, der einen Weinberg anlegte. Als er von den Pächtern spricht, die einen Knecht nach dem anderen schlagen und töten, spüre ich, wie sich die Stimmung um mich herum verändert. Die Pharisäer neben mir werden merklich unruhiger. Jesus' Blick ruht fest auf ihnen, als er vom geliebten Sohn erzählt, den die Winzer ebenfalls töten. Ich höre jemanden scharf einatmen. Die Spannung ist greifbar, als Jesus fragt, was der Herr des Weinbergs wohl tun wird. Meine Hände werden schwitzig, denn ich verstehe plötzlich: Er spricht von sich selbst, von ihnen – und vielleicht auch von mir. Die religiösen Führer drängen sich teils verärgert teils wütend durch die Menge davon, während ich noch dastehe und die Tragweite seiner Worte zu begreifen versuche.

(Reflexionsfrage 1)
Erkenne ich, dass mir in der aufrichtigen Beziehung zu Jesus (dem geliebten Sohn) ein Weg zum göttlichen Vater offensteht?

(Reflexionsfrage 2)
Kann ich dieses Geschenk verantwortungsvoll in meinem Leben umsetzen zur Gestaltung meines alltäglichen “Weinbergs” im Engagement für andere?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf “Gabe” und die daraus resultierende “Aufgabe” mein Leben verantwortlich zu gestalten.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.