Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Der Weg durchs Bergland steigt an. Kleine Steine lösen sich unter den Füßen, Staub setzt sich an die Knöchel, und mit jedem Anstieg meldet sich der Atem. Maria kommt nicht mit einem Auftritt. Sie kommt als junge Frau, unterwegs, mit einer Verheißung im Leib, die größer ist als alles, was sich schon sagen ließe. Dann ein Haus. Eine Tür. Ein Gruß. Und fast alles Entscheidende geschieht unsichtbar: Im Innern eines anderen Körpers antwortet etwas. Das Kind bewegt sich. Noch bevor Worte fallen, ist da Regung. Erst danach wächst Sprache. Und schließlich ein Lied, das größer ist als der Raum: ein Lob Gottes, der die Niedrigen sieht und die Verhältnisse nicht lässt, wie sie sind.

(Reflexionsfrage 1)
Welcher unscheinbare Moment hat in mir zuletzt mehr bewegt, als zunächst sichtbar war?

(Reflexionsfrage 2)
Wo wächst in mir etwas Hoffnungsvolles, das noch leise ist, aber nicht mehr verschwindet?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte auf den ersten Gruß — und auf das, was schon antwortet, bevor es Worte findet.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.