Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Später Vormittag am See Gennesaret. Vor mir liegt das Wasser, weit und silbrig, und kleine Wellen klatschen gegen die Kiesel am Ufer. Hinter mir steigt das Land sanft an. Ich sehe Felder mit junger Saat, dazwischen steinige Hänge und Dornengestrüpp. Ein schmaler Pfad führt am Ufer entlang, ausgetreten und hart. Die Sonne brennt auf meinem Nacken. Ich rieche den Duft von frischen Gräsern. Vögel kreisen über den Feldern. Um mich haben sich Menschen versammelt: Bauern mit rissigen Händen, Kinder, ein alter Mann, auf seinen Stock gestützt. Irgendwo schreit ein Esel. Wenige Meter vom Ufer entfernt schaukelt ein Fischerboot. Jesus steigt hinein und setzt sich. Es wird still. Er sucht meinen Blick.

(Reflexionsfrage 1)
Wenn ich ehrlich bin: Fallen religiöse Gedanken bei mir gerade auf fruchtbaren Boden – oder eher auf Felsen oder unter Dornen?

(Reflexionsfrage 2)
Gibt es etwas Gutes, das in mir einmal zu wachsen begonnen hat und dann verkümmert ist? Was hätte es gebraucht, um bei mir Wurzeln zu schlagen?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, wie Jesus die vier Bodenarten beschreibt – und welche davon mich am meisten anspricht oder beunruhigt.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.