Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ein einfacher Raum, schattig und kühl. Durch die Tür fällt ein Streifen Licht auf den Lehmboden. Ich rieche Brot und kalten Rauch vom erloschenen Herdfeuer. Die zwölf Jünger sitzen dicht beieinander auf dem Boden und auf niedrigen Bänken. Ich bin einer von ihnen. Jesus steht vor uns. Er spricht mit ungeahntem Ernst. Einige beugen sich vor, als wollten sie kein Wort verpassen. Andere starren auf ihre Hände. Einer neben mir atmet scharf ein und hält die Luft an. Ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht, und merke, dass ich die Finger verkrampft habe. Im Raum ist es so still, dass ich das Holz der Bänke knarren höre. Draußen läuft ein Hund vorbei und bellt.

(Reflexionsfrage 1)
Ich denke an die verkrampften Finger und die angehaltene Luft der Jünger: Wann habe ich zuletzt Worte gehört, die mich zugleich erschreckt und tief berührt haben?

(Reflexionsfrage 2)
Gab es einen Moment, in dem ich für etwas eingestanden habe, das mir wichtig war, aber eine Beziehung belastet hat? Was habe ich dabei gespürt?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Tonfall, in dem Jesus spricht – und darauf, wie ich innerlich auf Jesu Worte reagiere.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.