Reflexion

(Schauplatz gestalten)
Ich stehe mit vielen anderen Frauen und Männern am Ufer des Sees Gennesaret, die Füße in meinen Sandalen berühren den warmen Staub. Ich blicke hinaus auf Jesus, der im Boot ein wenig vom Land entfernt zu uns spricht. Die Wasseroberfläche reflektiert das Licht der Sonne, kleine Wellen schlagen leise gegen das Holz des Bootes und über allem liegt das Murmeln der Menge, und Fischern, die eher teilnahmslos am Ufer sitzen und ihre Netze flicken. Der Wind streift mein Gesicht und trägt Jesu Stimme weit über das Wasser Er spricht von einem Senfkorn, so klein, dass es leicht in meiner Hand verloren gehen könnte, und doch sehe ich vor meinem inneren Auge, wie daraus etwas Lebendiges wächst, stark und weit. Dann redet er vom Sauerteig, unscheinbar und verborgen, wie ich ihn selbst in Mehl knete, bis der ganze Teig davon durchdrungen ist . Ich höre seine Worte und verstehe den Sinn: Gottes Reich kommt nicht mit Lärm, sondern leise.
Es ist schon da, verborgen wie ein Samenkorn in der Erde, wie Sauerteig im Brot,
und während ich am Ufer stehe, wächst in mir die Hoffnung, dass Gott längst begonnen hat.

(Reflexionsfrage 1)
Wo wünsche ich mir in meinem Leben, dass mehr von einer anderen Qualität zu leben wächst?

(Reflexionsfrage 2)
Gott möchte, dass sein Reich heute konkret in dir und mir weiterwächst. Wo ist mein nächster kleiner Schritt für heute, woran eine neue Art der Gemeinschaft erfahrbar wird?

(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das, was in der Stille wächst.

Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.

So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.