Reflexion
(Schauplatz gestalten)
Ich stehe im Schatten des Hauses in Betanien, bedrückt und umringt von trauernden Juden, als einer von denen, die gekommen sind, um Marta und Maria zu trösten. Der Duft von Myrrhe hängt schwer in der Luft, vermischt mit dem salzigen Geschmack von Tränen auf meinen Lippen. Der Tod von Lazarus hat auch mich betroffen gemacht. Plötzlich eilt Marta hinaus, ihre Stimme bricht: „Herr, wärst du hier gewesen, lebte mein Bruder!“ In ihren Worten liegen Schmerz, Vorwurf und doch auch Hoffnung, als hielte sie sich an einem letzten Faden fest. Jesus steht still vor ihr; nichts an ihm ist hastig. Allein seine Gegenwart wirkt beruhigend. Ich sehe Martas trauerndes Gesicht, ihre verkrampften Hände. Da sagt er: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Die Worte fallen schlicht – und doch klingen sie größer als alles um uns. Marta antwortet leise, fromm, wie wir es alle gelernt haben: am letzten Tag, bei der Auferstehung. Aber Jesus blickt sie an, als öffne er mitten in unsere Trauer ein Fenster: „Ich bin das Leben.“ Es ist, als könnte ich zum ersten Mal hören, und ich frage mich staunend, ob hier mehr gegenwärtig ist als reiner Trost. Ich sehe Jesus’ gütige Augen, die die Trauer durchdringen. Staunend stehe ich da, als wäre ich mittendrin, berührt von diesem Wunder.
(Reflexionsfrage 1)
In der Gegenwart welcher Menschen wird mir warm ums Herz? Welche Begegnungen tun mir gut?
(Reflexionsfrage 2)
Bei welchen Begegnungen oder Handlungen wird mein Herz eng? Wo spüre ich: das tut mir nicht gut?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Wort: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Ich stehe im Schatten des Hauses in Betanien, bedrückt und umringt von trauernden Juden, als einer von denen, die gekommen sind, um Marta und Maria zu trösten. Der Duft von Myrrhe hängt schwer in der Luft, vermischt mit dem salzigen Geschmack von Tränen auf meinen Lippen. Der Tod von Lazarus hat auch mich betroffen gemacht. Plötzlich eilt Marta hinaus, ihre Stimme bricht: „Herr, wärst du hier gewesen, lebte mein Bruder!“ In ihren Worten liegen Schmerz, Vorwurf und doch auch Hoffnung, als hielte sie sich an einem letzten Faden fest. Jesus steht still vor ihr; nichts an ihm ist hastig. Allein seine Gegenwart wirkt beruhigend. Ich sehe Martas trauerndes Gesicht, ihre verkrampften Hände. Da sagt er: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Die Worte fallen schlicht – und doch klingen sie größer als alles um uns. Marta antwortet leise, fromm, wie wir es alle gelernt haben: am letzten Tag, bei der Auferstehung. Aber Jesus blickt sie an, als öffne er mitten in unsere Trauer ein Fenster: „Ich bin das Leben.“ Es ist, als könnte ich zum ersten Mal hören, und ich frage mich staunend, ob hier mehr gegenwärtig ist als reiner Trost. Ich sehe Jesus’ gütige Augen, die die Trauer durchdringen. Staunend stehe ich da, als wäre ich mittendrin, berührt von diesem Wunder.
(Reflexionsfrage 1)
In der Gegenwart welcher Menschen wird mir warm ums Herz? Welche Begegnungen tun mir gut?
(Reflexionsfrage 2)
Bei welchen Begegnungen oder Handlungen wird mein Herz eng? Wo spüre ich: das tut mir nicht gut?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das Wort: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.